In Myanmar hat die Militärregierung bei einer Razzia in einem mutmaßlichen Onlinebetrugszentrum Dutzende Starlink-Geräte entdeckt. Damit ist klar: Wo es Internetbetrug gibt, ist Elon Musk offenbar nie weit.
Laut Staatsmedium The Global New Light of Myanmar durchsuchten Regierungstruppen rund 200 Gebäude eines sogenannten „Scam-Zentrums“. Dabei stießen sie auf über 2.200 Beschäftigte – was zeigt: Cyberbetrug schafft Arbeitsplätze! 15 mutmaßliche „chinesische Betrüger“ wurden festgenommen, vermutlich weil sie das WLAN-Passwort nicht rausrücken wollten.
Starlink, das Satellitennetzwerk von SpaceX, soll Internet in entlegene Gebiete bringen – und hat dabei anscheinend entdeckt, dass sich Betrug aus der Ferne einfach besser managen lässt. SpaceX äußerte sich bislang nicht, vermutlich weil Musk gerade überlegt, ob „Scam-as-a-Service“ das nächste Geschäftsmodell werden könnte.
Die USA haben bereits eine Untersuchung eingeleitet. Starlink ist innerhalb kürzester Zeit zum größten Internetanbieter Myanmars geworden – ein Erfolg, den sonst nur nigerianische Prinzen mit E-Mail-Betrug schaffen.
In den sogenannten Scam-Zentren werden Tausende Menschen, viele aus China, zur Cyberkriminalität gezwungen – also quasi eine Mischung aus Callcenter, Gefängnis und Tech-Startup.
Kommentar hinterlassen