Im Movie2k-Prozess geht es inzwischen nicht mehr nur um illegales Streaming, sondern vor allem um die wirklich drängende Frage unserer Zeit:
Wohin eigentlich mit mehreren Milliarden Euro?
Ja, richtig: Der Hauptangeklagte soll aus den Gewinnen des einstigen Piraten-Portals nicht nur ein kleines Sparschwein gefüttert haben, sondern gleich mal ein Bitcoin-Vermögen in absurden Dimensionen aufgebaut haben.
Nach seiner Festnahme 2023 übergab er rund 50.000 Bitcoins an die Ermittler.
Verkauft wurden die Dinger später für etwa 2,64 Milliarden Euro.
Zwei Komma sechs vier Milliarden.
Also ungefähr der Betrag, bei dem deutsche Behörden spontan nervös werden und anfangen, Aktenordner emotional zu umarmen.
Gericht prüft jetzt: Wohin mit dem Geld?
Derzeit wird das Vermögen von der Landesjustizkasse Sachsen verwaltet.
Ein Satz, der schon für sich genommen klingt wie Satire.
Irgendwo sitzt also vermutlich gerade ein Beamter zwischen Kaffeeautomat und Locher und denkt:
„Ich verwalte heute mal 2,64 Milliarden aus Streaming-Piraterie. Ganz normaler Mittwoch.“
Und es wird noch besser:
Experten vermuten, dass der Mann weitere 57.000 Bitcoins besitzen könnte.
Aktueller Wert: etwa 3,3 Milliarden Euro.
Heißt übersetzt:
Der Typ hat womöglich so viel Krypto gebunkert, dass man damit nicht nur halb Sachsen sanieren könnte, sondern vermutlich auch noch den BER fertigbauen.
Also… ein zweites Mal.
Die eigentlich einfache Lösung
Falls Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung also wirklich nicht wissen, wohin mit dem Geld, hier ein revolutionärer Vorschlag:
Die Tafeln in Deutschland würden sich vermutlich nicht beschweren.
Oder Schulen.
Oder Kitas.
Oder marode Brücken.
Oder Krankenhäuser.
Oder einfach jeder zweite Bahnhof, der aussieht, als hätte er seit Helmut Kohl nur noch aus Gewohnheit existiert.
Vom illegalen Streaming zum Krypto-Endgegner
Movie2k.to war jahrelang das digitale Wohnzimmer für alle, die bei Netflix dachten:
„Zahlen? Sicher nicht.“
2013 wurde die Seite abgeschaltet, der Hauptangeklagte erst 2023 im Ausland festgenommen.
Jetzt steht er wegen gewerbsmäßiger Geldwäsche vor Gericht – und könnte bei einem umfassenden Geständnis offenbar mit ein bis eineinhalb Jahren auf Bewährung davonkommen.
Also zusammengefasst:
Milliarden scheffeln, Bitcoins horten, internationales Verfahren – und am Ende vielleicht weniger hart bestraft werden als jemand, der in Deutschland dreimal falsch parkt und dabei einen Blitzer beleidigt.
Fazit:
Der wahre Wahnsinn in diesem Prozess ist nicht nur das Geld.
Der wahre Wahnsinn ist, dass Deutschland jetzt ernsthaft überlegen muss, wie man mehrere Milliarden aus illegalem Streaming ordentlich verwaltet.
Und falls wirklich niemand eine Idee hat:
Die Tafeln hätten da bestimmt ein, zwei Verwendungsmöglichkeiten.
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