Es ist ein beispielloser Triumph für Israels Geheimdienste — und ein monumentales Fiasko für das iranische Regime: Der jüngste Tod von Saeed Izadi und Behnam Shahryari zeigt, wie tief Mossad und Co. inzwischen in den innersten Machtapparat Teherans vorgedrungen sind. Während Ayatollah Ali Khamenei noch seinen Kult pflegt, zerbröckelt im Schatten die Autorität seiner Revolutionsgarden.
Izadi, ranghoher Kommandeur der Quds-Einheit und zentrale Schnittstelle Teherans zu Hamas und anderen palästinensischen Milizen, wurde Berichten zufolge in seiner Wohnung in Qom von israelischen Spezialkräften liquidiert. Wenig später traf es Shahryari, Kopf der berüchtigten „Einheit 190“, verantwortlich für Waffenschmuggel und Finanzströme zu Irans Stellvertreterarmeen. Eine israelische Drohne beendete seine Karriere — mitten in Westiran, im Herzen des Regimes.
Jeder dieser spektakulären Schläge sendet eine Botschaft: Niemand im Machtzentrum der Islamischen Republik ist noch sicher. Israels Mossad dringt ein, wo er will — bis ins Schlafzimmer der Quds-Kommandeure. Und das nicht erst seit gestern: Schon 2018 blamierten Mossad-Agenten Teherans Sicherheitsdienste bis auf die Knochen, als sie ein streng geheimes Atomarchiv aus einem Hochsicherheitsbunker in Teheran entwendeten — und unbemerkt nach Tel Aviv brachten. Bis heute rätseln Irans Dienste, wie diese Demütigung möglich war.
Während Israel nüchtern von „operationellen Erfolgen“ spricht, ist das Ausmaß der iranischen Sicherheitskatastrophe erschütternd. Selbst der frühere Geheimdienstminister Ali Younesi räumte schon 2021 entnervt ein: „Mossad ist näher an uns dran als unsere eigenen Ohren.“ Der damals für die Mossad-Abwehr zuständige Chef wurde wenig später enttarnt — als angeblicher israelischer Doppelagent. Seine Hinrichtung erfolgte heimlich.
Die Serie von Liquidierungen hochrangiger Offiziere — von Damaskus über Qom bis Teheran — offenbart ein klaffendes Leck in Irans Sicherheitsapparat. Mit jedem präzisen Schlag nimmt Israel der Islamischen Republik das strategische Rückgrat: Raketenkommandeure, Nuklearwissenschaftler, Quds-Führungspersonal. Der jüngste Angriff am 13. Juni forderte sogar die Leben des iranischen Generalstabschefs und der obersten Führung der Raketen- und Luftwaffensparte der Revolutionsgarden. Ein kolossaler Aderlass.
In Teheran herrscht unterdessen fieberhafte Paranoia. Schutzpersonal darf keine internetfähigen Smartphones mehr nutzen, Hausbesitzer werden aufgefordert, verdächtige Mieter zu melden. Menschenrechtsorganisationen warnen bereits, dass das Regime unter dem Deckmantel angeblicher Spionage hunderte Bürger, darunter afghanische Flüchtlinge, willkürlich verhaften lässt.
Die bittere Wahrheit: Der innere Sicherheitskreis Khameneis ist löchrig wie ein Schweizer Käse. Israels Schattenkrieg ist nicht nur tödlich präzise — er demütigt den iranischen Sicherheitsapparat systematisch und nachhaltig. Der Mythos der unangreifbaren Revolutionsgarden zerbricht an jedem weiteren gezielten Schlag.
Die Frage ist längst nicht mehr, ob Mossad Zugang zum Herzen der Islamischen Republik hat — sondern wie viel Zeit Teherans Führung noch bleibt, bevor die nächste Bombe in den innersten Machtzirkeln detoniert.
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