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Mordfall UnitedHealthcare-Chef: Anwälte fordern Aufhebung der Todesstrafen-Anklage gegen Luigi Mangione

geralt (CC0), Pixabay
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Die Verteidiger des mutmaßlichen Mörders von UnitedHealthcare-Chef Brian Thompson, Luigi Mangione, haben beim Bundesgericht beantragt, mehrere Anklagepunkte gegen ihren Mandanten fallen zu lassen – darunter auch den einzigen, der die Todesstrafe vorsieht.

In den am 10. Oktober eingereichten Gerichtsdokumenten argumentieren Mangiones Anwälte, dass die Staatsanwaltschaft bestimmte Aussagen ihres Mandanten sowie Beweismittel aus seinem Rucksack nicht verwenden dürfe. Sie berufen sich dabei auf Verstöße gegen Mangiones verfassungsmäßige Rechte, insbesondere darauf, dass die Polizei ihm nicht seine Miranda-Rechte vorgelesen habe, bevor sie ihn befragte.


Festnahme im McDonald’s – Waffe ohne Durchsuchungsbefehl beschlagnahmt

Mangione, 27 Jahre alt, wurde im Dezember 2024 in einer McDonald’s-Filiale in Pennsylvania festgenommen, nachdem ein Mitarbeiter ihn auf Grundlage von Fahndungsfotos erkannt hatte.
Bodycam-Aufnahmen der Polizei zeigen laut Verteidigung, dass Beamte vor der Festnahme Fragen stellten und Mangiones Rucksack durchsuchten, ohne einen richterlichen Durchsuchungsbefehl.

In dem Rucksack fanden Ermittler eine Pistole und Munition, die nun als zentrales Beweismittel gelten – aus Sicht der Verteidigung jedoch unrechtmäßig erhoben wurden.


Todesstrafen-Anklage unter politischem Druck?

Mangione steht auf Bundesebene wegen vier Anklagepunkten vor Gericht:

  • Mord unter Einsatz einer Schusswaffe,
  • illegaler Waffenbesitz,
  • sowie zwei Fällen von Stalking.

Der Mordvorwurf beinhaltet die Möglichkeit einer Todesstrafe.
Die damalige US-Justizministerin Pam Bondi hatte im April 2025 das Justizministerium angewiesen, diese in Mangiones Fall zu beantragen – ein Schritt, den Mangiones Anwälte als „politisch motiviert“ bezeichneten.


Frühere Terrorvorwürfe fallengelassen

In einem parallelen Verfahren im Bundesstaat New York wurden im September Terrorismus-Anschuldigungen gegen Mangione bereits mangels Beweisen fallengelassen.
Dennoch muss sich der Angeklagte weiterhin wegen Mord zweiten Grades, illegalem Waffenbesitz und weiterer Straftaten in Pennsylvania verantworten.

Mangione wird beschuldigt, den CEO des Gesundheitskonzerns UnitedHealthcare, Brian Thompson, im Dezember 2024 vor dessen Hotel in Manhattan erschossen zu haben.
Anschließend soll er auf einem Fahrrad geflohen sein.


Prozessbeginn noch unklar

Ein Termin für den Bundesprozess steht bislang nicht fest.

Die Verteidigung drängt auf eine Aufhebung der Anklagepunkte, die mit der Todesstrafe verbunden sind, und bezeichnet das Vorgehen der Ermittler als „rechtswidrig und voreingenommen“.

Die Staatsanwaltschaft hat bislang nicht öffentlich Stellung zu den Vorwürfen genommen.


Hintergrund: Der Fall Brian Thompson

Der Mord an Brian Thompson, dem langjährigen Vorstandschef von UnitedHealthcare, einem der größten privaten Krankenversicherer der USA, hatte Ende 2024 für großes Aufsehen gesorgt.
Der 51-Jährige wurde vor seinem Hotel in Manhattan erschossen, mutmaßlich gezielt angegriffen.

Motiv und Beziehung zwischen Täter und Opfer sind weiterhin unklar.


Fazit:
Der Fall Mangione entwickelt sich zunehmend zu einem juristischen und politischen Brennpunkt. Während die Verteidigung auf Verfahrensfehler pocht und politische Einflussnahme beklagt, sieht die Anklage in Mangione einen kaltblütigen Mörder. Ob der Prozess tatsächlich mit der Todesstrafe enden könnte, hängt nun von der Entscheidung des Bundesrichters ab – und davon, ob die Beweise überhaupt vor Gericht zugelassen werden.

 

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