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Angesichts der ukrainischen Gegenoffensive hat der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, vor einem steigenden Risiko für das Atomkraftwerk Saporischschja gewarnt. „Ich bin sehr besorgt“, sagte er gestern in Kiew. „Ziemlich in der Nähe des Kraftwerks finden Kampfhandlungen statt“, so Grossi. Dadurch erhöhe sich die Wahrscheinlichkeit, dass die ukrainische Anlage getroffen werden könnte.

Das ukrainische Kraftwerk steht seit mehr als einem Jahr unter russischer Kontrolle. Nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj brach Grossi nach Saporischschja auf. Mit ihm reiste ein größeres Team von IAEA-Experten. Sie sollen vier Kollegen ablösen, die zuletzt dort stationiert waren, um die Lage zu beobachten. „Wir versuchen, so sichtbar und wirkungsvoll wie möglich vor Ort zu sein, um einen Atomunfall zu verhindern“, sagte der IAEA-Generaldirektor.

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NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hofft darauf, dass die laufende ukrainische Gegenoffensive Russland an den Verhandlungstisch zwingen wird. „Je mehr Land sie (die Ukrainer, Anm.) gewinnen, desto wahrscheinlicher ist es, dass Präsident (Wladimir, Anm.) Putin verstehen wird, dass er sich an den Verhandlungstisch setzen muss“, sagte Stoltenberg gestern auf CNN.

Die ukrainische Offensive befinde sich aber noch in ihren „Anfangstagen“ und sei „schwierig“, räumte er ein. US-Außenminister Antony Blinken stellte der Ukraine mit Blick auf den im Juli geplanten NATO-Gipfel in Vilnius weitere Unterstützung in Aussicht.

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Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Verhängung des Kriegsrechts in Russland oder eine neue Mobilmachung als unnötig bezeichnet. „Im ganzen Land irgendein besonderes Regime wie das Kriegsrecht auszurufen, ergibt überhaupt keinen Sinn, es gibt heute keine Notwendigkeit dafür“, sagte er gestern bei einem Treffen mit Militärkorrespondenten.

Die Frage war wegen des zunehmenden Beschusses der russischen Region Belgorod an der Grenze zur Ukraine aufgetaucht. Laut Putin dienten die Angriffe von ukrainischer Seite der Ablenkung, um Russland zu zwingen, Militär von der Front dorthin abzuziehen.

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Das heutige Staatsbegräbnis zu Ehren von Italiens am Montag verstorbenem Ex-Premierminister Silvio Berlusconi wird zu einem Großevent. Tausende Personen – darunter Politikerinnen, Industrielle und Weggefährten – werden sich im Mailänder Dom versammeln, um Abschied zu nehmen. Auch die italienische Regierung ist stark vertreten. Doch der Trauertag, der italienweit für Berlusconi ausgerufen wurde, stößt auch auf viel Kritik.

32 Regierungsvertreter und – vertreterinnen beteiligten sich an der Trauerzeremonie. Erwartet wird, dass neben Präsident Sergio Mattarella auch Premierministerin Giorgia Meloni am Staatsbegräbnis teilnehmen wird. Im Mailänder Dom werden 2.000 Personen Platz haben. Viele werden sich auch auf dem Domplatz versammeln, um dem viermaligen Ministerpräsidenten und Medienzar die letzte Ehre zu erweisen.

 

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