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ChristopherPluta (CC0), Pixabay
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Die ukrainischen Behörden haben nahe der zurückeroberten Stadt Isjum insgesamt 436 Leichen exhumiert, von denen 30 den Angaben zufolge Folterspuren aufweisen. „Die meisten (Leichen) weisen Anzeichen eines gewaltsamen Todes auf, 30 weisen Folterspuren auf“, teilte der Gouverneur der Region Charkiw, Oleg Synegubow, heute auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Es seien Leichen mit Strick um den Hals, mit gefesselten Händen, mit gebrochenen Gliedmaßen und Schusswunden gefunden worden. Mehreren Männern seien die Genitalien amputiert worden, erklärte der Gouverneur. All das seien „Beweise für die schrecklichen Folterungen“.

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EU-Ratspräsident Charles Michel hat die Suspendierung Russlands aus dem UNO-Sicherheitsrat gefordert. „Wenn ein ständiges Mitglied des Sicherheitsrates einen nicht provozierten und nicht zu rechtfertigenden Krieg auslöst, einen Krieg, der von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verurteilt wurde, sollte seine Suspendierung vom Sicherheitsrat meiner Meinung nach automatisch erfolgen“, sagte der Belgier heute bei der UNO-Generalversammlung in New York.

Faktisch ist es allerdings nicht möglich, Entscheidungsprozesse in dem mächtigsten UNO-Gremium gegen den Willen einer Vetomacht wie Russland durchzusetzen.

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Der inhaftierte Kreml-Kritiker Alexej Nawalny ist nach seiner Kritik an der von Präsident Wladimir Putin befohlenen Teilmobilmachung erneut in Einzelhaft verlegt worden. „Was ich zur Mobilisierung gesagt habe, hat nicht gefallen – also kriegst du, Nawalny, zwölf Tage (Karzer)“, sagte der Oppositionelle heute dem Internetportal Mediazona zufolge während einer Gerichtsverhandlung.

Nawalny wurde damit bereits das fünfte Mal hintereinander in die Isolierzelle geschickt. Der 46-Jährige betonte, dass er sich davon nicht einschüchtern lassen wolle. Heute wiederholte er daher seine Vorwürfe gegen Kreml-Chef Wladimir Putin. „Putin fesselt Hunderttausende mit Blut, seinen Mobilmachungen und ‚Referenden‘“, kritisierte der Politiker.

Nawalny sitzt seit 2021 im Gefängnis, nachdem er nach einem gescheiterten Giftanschlag gegen ihn in seine Heimat zurückgekehrt war. Nach Angaben von Amnesty International wird dem russischen Oppositionellen, der wegen angeblichen Betrugs zu neun Jahren Haft verurteilt wurde, unter anderem der vertrauliche Austausch mit seinem Anwalt verweigert.

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