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Mit Zöllen und Zorn: Wie Trump Afrika in Chinas Arme schubst

GabrielDouglas (CC0), Pixabay
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Während Trump mit China, der EU und Kanada wirtschaftlich Ringelpiez mit Anfassen spielt – allerdings mit Boxhandschuhen – hat er Afrika nicht etwa vergessen, sondern kurzerhand ins politische Abseits gezollt. Und das gründlich.

Denn wer dachte, der Kontinent wäre für die USA nur der exotische Schauplatz von Safaris und Sanktionen, liegt gar nicht so falsch. Trump hat nun beschlossen: Auch Afrika bekommt Zölle – und zwar nicht zu knapp. Zwischen 15 und 50 Prozent! Das ist nicht Handelspolitik, das ist wirtschaftlicher Schleudersitz.

USA: „America First!“ – Afrika: „China, bist du noch frei?“

Vorneweg: China reibt sich die Hände. Nicht etwa, weil man dort Mitleid mit Lesotho oder Südafrika hätte – sondern weil jeder Trump’sche Tritt in Richtung Afrika ein chinesischer Blumenstrauß wird. Statt Sanktionen gibt’s zinsgünstige Kredite, statt Twitterbeleidigungen Infrastrukturprojekte mit Seidenstraßen-Glanz.

Und zack: Schon rollt wieder ein Güterzug voller Rohstoffe Richtung Osten – während Afrika zurückblickt und denkt: „Mensch, so schlecht ist der Drachen ja gar nicht.“

Trumps „Genozid“-Theorie: Mehr Grimm als Grimm’s Märchen

Besonders brisant: Südafrika. Trumps diplomatischer Feinsinn glänzte zuletzt mit der Behauptung, dort würde ein „Genozid an weißen Bauern“ stattfinden – gestützt auf Beweisfotos, die aus dem Kongo stammen. Satire ist eben, wenn man trotzdem schaudert.

Währenddessen friert Trump Entwicklungshilfe ein, weist Botschafter aus und nimmt weiße Südafrikaner auf – obwohl er sonst Geflüchtete am liebsten mit einem imaginären Zaun aus Reality-TV-Logik abwehrt.

Lesotho: Vom Textilstandort zum Notfallgebiet

Und dann wäre da noch Lesotho – oder wie Trump es nennt: „Ein Land, das niemand kennt“. Für den kleinen Binnenstaat kam der Zollhammer mit 50 Prozent daher – also eher Abrissbirne als Wirtschaftspolitik. Ergebnis: Fabriken zu, Jobs weg, nationale Katastrophe ausgerufen. Und als Krönung: Die Poloshirts aus Trumps eigenem Onlineshop? Made in Lesotho. Ironie, bitte übernehmen Sie!

Fazit: Geopolitik nach dem Gießkannenprinzip

Was bleibt? Afrika schaut verdutzt in Richtung Washington – und bekommt dort ein Schulterzucken im Zolldekor zurück. China hingegen rollt den roten Teppich aus und fragt höflich: „Noch ein Infrastrukturprojekt gefällig? Mit oder ohne Schuldenfalle?“

Trumps Afrika-Strategie ist damit ein Lehrstück dafür, wie man globale Partnerschaften verheizt, ohne sich die Finger zu verbrennen – weil man sie gar nicht erst ausgestreckt hat.

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