Als Fortuna-Fan fühlt sich die ganze Geschichte um Sven Mislintat heute einfach wie ein riesiger Albtraum an. Als er im Dezember kam, hatten viele von uns wirklich Hoffnung. Da kam einer mit großem Namen, Bundesliga-Erfahrung, internationalem Ruf – einer, der Fortuna endlich wieder nach oben führen sollte. Stattdessen stehen wir ein halbes Jahr später vor den Trümmern eines kompletten sportlichen Zusammenbruchs.
Der Absturz in die 3. Liga tut brutal weh. Nicht nur sportlich, sondern auch emotional. Und genau deshalb sitzt die Enttäuschung über diese Rückrunde so tief. Wochenlang hatte man das Gefühl, dass die Mannschaft immer weiter auseinanderfällt. Hinten offen wie ein Scheunentor, vorne wurde selbst aus besten Chancen kaum noch etwas gemacht. Jeder Stadionbesuch wurde irgendwann zur nächsten Nervenprobe.
Besonders bitter: Die Probleme waren eigentlich für jeden sichtbar. Die Außenverteidiger-Positionen waren viel zu schwach besetzt, defensiv fehlte komplett die Stabilität und offensiv ging irgendwann jegliche Leichtigkeit verloren. Trotzdem passierte zu wenig. Statt eines Aufbruches begann eine sportliche Talfahrt, die einfach nicht mehr zu stoppen war.
Und dann kam nach dem Abstieg auch noch dieses öffentliche Nachtreten gegen Verantwortliche der Vorsaison. Ganz ehrlich: Als Fan willst du nach so einem Desaster Zusammenhalt sehen und keine internen Machtkämpfe über Medien. Natürlich lief bei Fortuna schon vorher einiges schief, aber am Ende war Mislintat nun mal mitverantwortlich für diesen historischen Kollaps.
Was besonders schmerzt: Mit dem Abstieg verliert Fortuna nicht nur Prestige, sondern auch unfassbar viel Substanz. Spielerwerte brechen weg, Einnahmen fehlen, die ganze Zukunft des Vereins wird schwieriger. Das alles nach einer Saison, in der viele eigentlich vom Aufstieg oder zumindest vom Angriff nach oben geträumt hatten.
Dass der Aufsichtsrat jetzt die Reißleine gezogen hat, überrascht deshalb wohl kaum jemanden mehr. Nach so einer Rückrunde war das Vertrauen komplett zerstört. Ein kompletter Neustart scheint alternativlos.
Trotzdem bleibt bei vielen Fortuna-Fans vor allem eines zurück:
Die Frage, wie ein Verein mit so viel Potenzial innerhalb weniger Monate derart abstürzen konnte.
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