Ein schweres Unglück erschüttert derzeit Angola. Beim Einsturz einer illegal betriebenen Goldmine in der Provinz Bengo nordöstlich der Hauptstadt Luanda sind mindestens 28 Menschen ums Leben gekommen.
Nach Angaben der Behörden wurden die Männer im Alter zwischen 18 und 40 Jahren von einem Erdrutsch verschüttet, während sie in der Ortschaft Canacassala nach Gold suchten. Unter den Todesopfern sollen sich auch 13 Angehörige derselben Familie befinden.
Rettungskräfte suchen weiterhin unter schwierigen Bedingungen nach möglichen Überlebenden und weiteren Opfern. Für viele Familien in der Region herrscht weiterhin bange Ungewissheit.
Besonders tragisch:
Viele Menschen riskieren beim illegalen Goldabbau täglich ihr Leben, weil Armut und fehlende Perspektiven sie dazu zwingen, gefährliche Arbeiten unter unsicheren Bedingungen anzunehmen. Oft fehlt jede Absicherung, Sicherheitsvorkehrungen existieren kaum.
Die Provinzregierung erklärte, es handle sich um den ersten bekannten tödlichen Unfall dieser Art in der Region. Für die betroffenen Familien dürfte dieser Hinweis allerdings kaum Trost spenden.
Das Unglück macht erneut deutlich, wie verzweifelt viele Menschen in wirtschaftlich schwachen Regionen nach Möglichkeiten suchen, ihre Familien zu ernähren — selbst wenn sie dafür ihr eigenes Leben riskieren müssen.
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