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Millionengrab in Alaska: Wenn der Öl-Traum zum Anleger-Albtraum wird

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Mit Wimpernverlängerung in die Milliardenpleite
Kay R., der Alaskaträumer von Stuttgart, vor Gericht


Einmal mit Öl reich werden – das war der Traum. Geblieben ist ein öliger Albtraum. Tausende Anleger glaubten, sie würden bald in Dollar baden, dabei standen sie am Ende nur in der Kälte – irgendwo zwischen Stuttgart, Alaska und einer Beauty-Behandlung.

Im Zentrum des absurden Finanzdramas: Kay R., 61, Ex-Chef der Deutschen Öl & Gas AG – ein Mann, der sich selbst gern als smarter Geschäftsmann inszenierte, aber laut Staatsanwaltschaft eher als Blender mit Hang zur Insolvenzverschleppung glänzte. Zusammen mit seiner 32-jährigen ukrainischen Ex-Partnerin Yuliia K., die vor ihrer Karriere als angebliche „Geschäftsführerin“ lieber falsche Wimpern statt Zahlenreihen anklemmte, steht er jetzt vor Gericht.

Die Masche: Öl aus Alaska – Zinsen aus dem Märchenbuch

Bis zu 12 Prozent Zinsen wurden Anlegern versprochen – ein Renditeversprechen, bei dem seriöse Investoren die Flucht ergreifen und nur noch naive Träumer einsteigen. Und eingestiegen sind viele: Laut Anklage rund 10.000 Gutgläubige, die zusammen Hunderte Millionen Euro einzahlten.

Und das, obwohl die Firma laut Ermittlern spätestens 2017 faktisch pleite war. Doch anstatt den Stecker zu ziehen, wurden nochmal 42 Millionen Euro nachgelegt – vermutlich nach dem Motto: „Was schon brennt, kann auch noch schöner explodieren.“

Von Stuttgart nach Dubai – und zurück im Handschellen-Express

Nach dem Absturz wurde die Firma umbenannt – aus der Deutschen Öl & Gas AG wurde ganz charmant die Brutus AG (passender Name für den Dolchstoß in die Anlegerbrust). Sitz: Berlin. Geschäftsführerin: plötzlich Yuliia K., Wimpern-Profi mit Business-Crashkurs im Fernstudium.

Als Anleger in Berlin klingelten, öffnete keiner mehr. Stattdessen tauchte Kay R. plötzlich in Dubai auf – sonnte sich dort weiter in Illusionen und YouTube-Videos, in denen Alaska und „die Anderen“ die Schuld trugen. Verantwortung? Fehlanzeige. Reue? Eher Sonnenöl.

„Mögliche Verluste“? Vielleicht eine ganze Milliarde!

Laut „Wirtschaftswoche“ könnte der Gesamtschaden bei unfassbaren eine Milliarde Euro liegen. Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: Ein ehemaliger Diplom-Kaufmann aus Sachsen verbrennt in einer Pseudo-Öl-Odyssee fast so viel Geld wie ein mittelgroßer DAX-Konzern im Krisenjahr – und zeigt danach auf andere.

Festnahme im ICE – Rückkehr ins echte Leben

Doch auch in Dubai trocknet irgendwann der Geldstrom. Als Kay R. im Frühjahr 2025 wohl die Scheichs nicht mehr beeindrucken konnte, kehrte er zurück – und wurde im ICE nach Nürnberg von der Bundespolizei verhaftet. Und als wäre das Drehbuch nicht schon grotesk genug, wurde auch Wimpern-Yuliia im Sommer in Spanien eingesackt.

Jetzt also der große Showdown in Stuttgart. Kay R. schweigt erst einmal, vielleicht in der Hoffnung, sich durch juristische Faltencreme aus der Affäre zu ziehen. Yuliia K. hingegen will reden – vermutlich mit klimpernden Wimpern und gebügeltem Gedächtnis.

Was bleibt? Eine Mahnung – und ein verdammt teurer Witz

Lehre für alle Anleger da draußen: Wer glaubt, Öl aus Alaska fließe wie Wasser, wenn ein deutscher Geschäftsmann mit Marketing-Flair und PR-Fotos winkt, der kann bald zusehen, wie sein Geld mit der Polarsonne untergeht. Und wer seine Finanzentscheidungen nach dem Wimpernschlag von Beauty-Queens trifft, sollte lieber gleich ins Casino gehen – dort gibt’s wenigstens Chips.

Prognose für den Prozess: Die Gerechtigkeit mag langsam sein – aber sie trägt keine falschen Wimpern.

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