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Millionen demonstrieren gegen Trump bei „No Kings“-Protesten in den gesamten USA

Broadmark (CC0), Pixabay
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Rund 7 Millionen Menschen haben sich am Samstag an über 2.700 „No Kings“-Demonstrationen in allen 50 Bundesstaaten beteiligt – ein eindrucksvolles Zeichen des Protests gegen die zweite Amtszeit von US-Präsident Donald Trump. Die Bewegung richtet sich gegen das, was viele als zunehmenden Autoritarismus, Einschränkungen demokratischer Freiheiten und soziale Ungerechtigkeit unter seiner Regierung sehen.

Breite Themen, friedlicher Protest

Laut Polizei verliefen die Proteste weitgehend friedlich, auch in Großstädten wie New York, Chicago, Atlanta und Los Angeles. Demonstriert wurde unter anderem gegen:

  • Trumps verschärfte Einwanderungspolitik (z. B. ICE-Razzien),

  • Kürzungen bei Gesundheits- und Sozialprogrammen,

  • die Präsenz des Militärs in US-Städten ohne Zustimmung der Bundesstaaten,

  • und allgemein gegen eine als autoritär empfundene Politik des Präsidenten.

Der Hashtag #NoKings wurde in sozialen Netzwerken millionenfach geteilt – als Symbol für den Widerstand gegen einen Präsidenten, der „wie ein Monarch regiere“, so viele Demonstrierende.

Impressionen aus den Städten

  • Los Angeles: Die Proteste glichen stellenweise eher einem kreativen Straßenfest: Menschen in Einhorn- oder Dinosaurierkostümen, Salsa-Bands und bunte Flaggen prägten das Bild. „Das ist kein Kriegsgebiet, das ist eine Feier der Demokratie“, sagte ein Teilnehmer. Bürgermeisterin Karen Bass betonte, dass „militärische Präsenz in Städten nicht normalisiert werden darf“.

  • Washington, D.C.: Besonders stark war der Protest von Bundesbediensteten, die wegen des seit 18 Tagen andauernden Government Shutdowns ohne Bezahlung oder im Zwangsurlaub sind. Viele äußerten ihre Sorge um Arbeitsplatzsicherheit und die Zukunft öffentlicher Dienste.

  • New York City: In Manhattan zogen Menschen mit Schildern wie „We want our country back“ durch die Straßen. Eine 70-jährige Teilnehmerin sagte: „Ich protestiere, weil ich dieses Land liebe.“

  • Atlanta: Die Demonstration würdigte die historische Bürgerrechtsbewegung. „Unsere Demokratie steht auf dem Spiel“, rief eine Organisatorin und erinnerte an die Tradition friedlichen Widerstands.

Starke Beteiligung auch in kleineren Städten

Auch Kleinstädte wie Marietta (Georgia), Charlottesville (Virginia) oder Swansea (Massachusetts) verzeichneten teils überraschend große Teilnehmerzahlen. Viele Menschen berichteten von einer positiven, familiären Atmosphäre – und trugen fantasievolle Kostüme als Zeichen kreativen Protests.

Einzelne Vorfälle, aber keine Eskalation

Vereinzelt kam es zu Vorfällen:

  • In South Carolina wurde eine Frau verhaftet, nachdem sie mit einer Waffe in der Nähe einer Demo gesehen wurde.

  • In Georgia riss ein Mann einem Demonstranten die Fahne aus der Hand, trat ihn und floh – die Polizei griff ein.

Doch diese Zwischenfälle blieben die Ausnahme. Die meisten Polizeibehörden lobten das friedliche Verhalten der Protestierenden und dankten den Organisator:innen.

Symbolischer Charakter: Kein König

Die zentrale Botschaft des Tages: „Wir wollen keine Könige.“ Die Proteste richten sich nicht nur gegen Trump, sondern verstehen sich als Verteidigung demokratischer Prinzipien, Gewaltenteilung und sozialer Gerechtigkeit.

„Das ist keine Revolte – es ist ein Weckruf“, sagte eine junge Sozialarbeiterin in Baltimore. „Es geht um unsere Freiheit, unsere Stimmen und unsere Zukunft.“

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