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Mexiko: TikTok-Influencerin Esmeralda Ferrer Garibay und Familie ermordet – Ermittlungen laufen

geralt (CC0), Pixabay
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In Mexiko ist eine bekannte TikTok-Influencerin gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihren zwei Kindern gewaltsam ums Leben gekommen. Die Leichen der vierköpfigen Familie wurden laut Angaben der Staatsanwaltschaft des Bundesstaats Jalisco am 22. August in einem Auto auf dem Gelände einer Werkstatt im Stadtteil San Andrés in Guadalajara entdeckt.

Bei den Opfern handelt es sich um die 32-jährige Esmeralda Ferrer Garibay, ihren 36-jährigen Ehemann Licea Garibay sowie deren 13-jährigen Sohn und sechsjährige Tochter. Die Familie lebte im benachbarten Bundesstaat Michoacán.

Bekannt durch Lifestyle-Inhalte auf TikTok

Ferrer Garibay, die unter dem Nutzernamen esmeraldafg222 auf TikTok aktiv war, hatte fast 50.000 Follower. Auf ihrem Kanal zeigte sie häufig Ausschnitte aus ihrem Familienleben, Reisen sowie Luxusartikel. In ihrem letzten Beitrag vom 7. August fuhr sie ein Auto und kommentierte dies mit einem Hinweis auf ihr ländlich gelegenes Wohnviertel. Das Video wurde mittlerweile über drei Millionen Mal aufgerufen.

Leichen in Folie gewickelt in einem Lastwagen entdeckt

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft wurde die Familie offenbar am Fundort ermordet. Die Leichen befanden sich in einem neueren Fahrzeug und waren in Kunststofffolie eingewickelt. Die Ermittler sicherten Spuren am Tatort, darunter Blut- und Ballistikbeweise. Diese deuten laut dem stellvertretenden Generalstaatsanwalt Alfonso Gutiérrez Santillán darauf hin, dass die Tötungen in der Werkstatt stattfanden.

Die Behörden gehen derzeit nicht davon aus, dass sich die Tat gezielt gegen Ferrer Garibay als Internet-Persönlichkeit richtete. Vielmehr könnte ihr Ehemann, der in Michoacán im Autohandel und in der Landwirtschaft tätig war, das eigentliche Ziel gewesen sein.

Ermittlungen unter Leitung der Sonderstaatsanwaltschaft für vorsätzliche Tötungsdelikte

Die Werkstatt wurde von den Sicherheitsbehörden unter Schutz gestellt. Das forensische Institut von Jalisco (IJCF) analysiert derzeit die Spurenlage. Die Ermittlungen leitet die Spezialabteilung für vorsätzliche Tötungsdelikte der Generalstaatsanwaltschaft, in Zusammenarbeit mit der Nationalgarde, der Sicherheitsbehörde von Jalisco und weiteren föderalen Stellen.

Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Es gibt derzeit keine offiziellen Hinweise auf Tatverdächtige.


Hintergrund:
Die Gewaltkriminalität in Mexiko, insbesondere im Zusammenhang mit Drogenkartellen und organisierter Kriminalität, ist seit Jahren ein großes Problem. Immer wieder geraten auch unbeteiligte Zivilpersonen ins Visier, insbesondere in Bundesstaaten wie Michoacán und Jalisco, die als besonders konfliktbelastet gelten.


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