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Met-Polizisten sollen bei Epstein-Dinner für Andrew Sicherheit gestellt haben

rachelmatthews7 (CC0), Pixabay
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Beamte der Londoner Metropolitan Police sollen laut neu veröffentlichten E-Mails des US-Justizministeriums angewiesen worden sein, bei einem Abendessen im New Yorker Anwesen von Jeffrey Epstein Sicherheitsaufgaben zu übernehmen – an dem auch Andrew Mountbatten-Windsor teilgenommen haben soll.

Die Metropolitan Police erklärte, man habe „derzeit kein Fehlverhalten“ von Personenschützern festgestellt. Am Freitag teilte die Behörde mit, man identifiziere und kontaktiere ehemalige sowie aktive Beamte, die über relevante Informationen verfügen könnten.

Zum damaligen Zeitpunkt war Andrew ein hochrangiges, aktiv tätiges Mitglied der Royal Family und wurde bei Auslandsreisen von Personenschützern begleitet. Andrew selbst weist sämtliche Vorwürfe eines Fehlverhaltens entschieden zurück.

Die nun veröffentlichten E-Mails aus den sogenannten Epstein-Akten legen nahe, dass im Dezember 2010 Vorbereitungen für einen Aufenthalt Andrews in Epsteins Haus getroffen wurden. In der Korrespondenz bittet Andrews Privatsekretär um die genaue Adresse der Unterkunft sowie um eine Bestätigung, „ob im Haus Platz für beide Personenschützer vorhanden ist“.

Interne Nachrichten zwischen Mitarbeitern Epsteins bestätigen demnach, dass „für beide Leibwächter Andrews“ Zimmer zur Verfügung stünden – eines im vierten, eines im fünften Stockwerk.

Aus den E-Mails geht außerdem hervor, dass Andrew und seine Begleiter offenbar einen temporären Sicherheitscode erhalten sollten, um das Anwesen betreten und verlassen zu können.

In einer Nachricht vom 1. Dezember 2010 – dem Abend vor einem von Epstein veranstalteten Dinner – schrieb ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter an Epstein: „Die zwei Schutzbeamten des Herzogs sowie der staatliche Sicherheitsdienst werden morgen beim Dinner anwesend sein. Rich hat ihnen Anweisungen an der Tür gegeben.“

Die BBC hatte die Metropolitan Police zuvor gefragt, ob die Beamten – wie in den E-Mails angedeutet – tatsächlich in Epsteins Haus untergebracht waren und ob ihnen ein Zugangscode zur Verfügung gestellt wurde. Die Polizei erklärte, man äußere sich grundsätzlich nicht zu Sicherheitsarrangements geschützter Personen.

Zugleich betonte die Met, Personenschützer unterlägen denselben hohen beruflichen Standards wie alle Polizeibeamten. Ihr Handeln müsse jederzeit einer Überprüfung standhalten.

Für die Planung offizieller Auslandsreisen arbeitender Mitglieder der Royal Family ist das sogenannte Royal Visits Committee zuständig. In diesem Gremium sind unter anderem Vertreter des Außenministeriums, des Königshauses, von Downing Street, des Handelsministeriums und des Kabinettsbüros vertreten.

Ein Regierungssprecher teilte mit, das Komitee habe offizielle Reisen des damaligen Herzogs von York in den Jahren 2008 und 2009 überprüft. Private Reisen arbeitsaktiver Royals sowie sämtliche Reisen nicht-aktiver Mitglieder fielen jedoch nicht in den Zuständigkeitsbereich des Gremiums.

Andrew war in der vergangenen Woche wegen des Verdachts auf Fehlverhalten im öffentlichen Amt festgenommen worden. Nach elf Stunden wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt; die Ermittlungen dauern an. Durchsuchungen in seinem früheren Wohnsitz Royal Lodge in Windsor werden fortgeführt.

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