Ach, Italien – das Land von Pizza, Pasta und politischem Theater. Giorgia Meloni, ihres Zeichens rechte Ministerpräsidentin und große Architektin der „Brillant-Idee“, Geflüchtete in Albanien zwischenzuparken, muss mal wieder eine juristische Ohrfeige einstecken. Zum dritten Mal.
Nach dem neuesten Urteil eines Gerichts in Rom musste Italien mehr als 40 Geflüchtete aus ihren teuren, aber inzwischen wohl dekorativ leeren Lagern in Albanien wieder zurückholen. Die Männer kamen – man staune – mit einem Schiff der italienischen Küstenwache nach Bari zurück. Vermutlich mit dem Gefühl, eine Schleife in der Zeit gedreht zu haben.
Teure Leerstände und politische Sturheit
Damit nicht genug: Melonis „Masterplan“, Asylverfahren elegant außerhalb der EU abzuwickeln, wurde bereits im Oktober und November gerichtlich kassiert. Der Grund? Überraschung! Asylanträge müssen in der EU bearbeitet werden. Also stehen die hochpreisigen Lager in Albanien nun leer – was bei den Steuerzahlern vermutlich so viel Begeisterung auslöst wie eine 200-Euro-Rechnung für Leitungswasser.
Aber Giorgia wäre nicht Giorgia, wenn sie jetzt einfach mal innehalten würde. Nein, sie hält weiter tapfer an ihrem gescheiterten Vorhaben fest, während sich wohl nicht mal ihre eigene Dreierkoalition sicher ist, ob man noch weitere Geflüchtete nach Albanien schickt – oder doch lieber gleich First-Class zurückfliegt.
Europäischer Gerichtshof: Der finale Showdown?
Am 25. Februar darf dann auch der Europäische Gerichtshof (EuGH) ran und über das „Albanien-Modell“ urteilen. Man darf gespannt sein, ob Meloni dann zum vierten Mal in Folge ihr politisches Kartenhaus zusammenfallen sieht.
Bleibt nur die Frage: Was kostet eigentlich ein weiteres Schiffsticket zurück nach Italien?
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