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Meinung: Olympia-Organisatoren „beschäftigen“ Trump mit neuer Taskforce – wie ein quengelndes Kleinkind

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay
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Ein Spielzeug für den Präsidenten: Mit der Gründung einer olympischen Taskforce hat Donald Trump nun eine offizielle Rolle bei der Organisation der Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles. Laut Kommentatorin Nancy Armour (USA TODAY) ist das jedoch weniger ein echter Führungsauftrag – als vielmehr ein kluger Ablenkungsversuch.

In ihrer Kolumne vergleicht Armour die Strategie der Spiele-Organisatoren mit einem bewährten Erziehungstrick: Gib dem Kleinkind etwas zum Spielen, damit es den Erwachsenen nicht in die Quere kommt.

„Indem man Trump das Gefühl gibt, eine zentrale Rolle zu spielen, hofft man, ihn davon abzuhalten, den reibungslosen Ablauf der Spiele zu sabotieren“, so Armour.

Die neu geschaffene Taskforce, deren Vorsitz beim Präsidenten selbst liegt, soll sich um Sicherheits- und Transportfragen kümmern – Themen, die bereits in früheren US-Olympiaden von anderen Behörden geregelt wurden. Doch diesmal lautet das Ziel offenbar: Trump involvieren, aber nicht stören lassen.

Politisches Porzellan, das schnell zerschellen kann

Trump hat in der Vergangenheit mehrfach gegen Kaliforniens demokratische Führung, insbesondere Bürgermeisterin Karen Bass und Gouverneur Gavin Newsom, gewettert – zuletzt im Zuge umstrittener Truppenentsendungen der Nationalgarde.

Seine harte Migrationspolitik und Visa-Einschränkungen sorgen zusätzlich für Unruhe: Bereits jetzt wurden Teams aus Kuba und Senegal von der Einreise ausgeschlossen – ein schlechtes Vorzeichen für ein internationales Großevent.

Armour vermutet: Solange Trump glaubt, die Kontrolle zu haben, wird er sich hüten, die Spiele selbst zu torpedieren. Im Gegenzug hoffen die Organisatoren, diplomatische und logistische Katastrophen zu vermeiden.

„Das ist kein normaler demokratischer Vorgang – aber möglicherweise die einzige pragmatische Lösung“, schreibt sie.

IOC als Meister der Realpolitik

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) dürfte ebenfalls keine moralischen Bedenken hegen: Es habe bereits Olympische Spiele inmitten einer globalen Pandemie durchgezogen und Geschäfte mit Diktaturen gemacht. Ein unbequemer US-Präsident werde daran wenig ändern.

„Das IOC ist Profi darin, sich mit fragwürdigen Akteuren zu arrangieren. Trumps Taskforce ist nur ein weiterer Beleg dafür, dass Olympia seinen Preis hat – und der besteht nicht nur aus Geld“, so das Fazit der Kolumne.

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