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Mehrheit der US-Wähler: Trumps Migrationspolitik geht zu weit

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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Die harte Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump stößt auf wachsende Ablehnung in der amerikanischen Bevölkerung. Laut einer aktuellen Umfrage des Wall Street Journal halten mehr als die Hälfte der registrierten Wähler Trumps Vorgehen bei Abschiebungen und beim Einsatz von Bundesbehörden für überzogen.

Die repräsentative Befragung von rund 1.500 Personen, durchgeführt zwischen dem 8. und 13. Januar, zeigt: 54 Prozent sind der Meinung, dass die aggressive Präsenz von ICE-Agenten (Immigration and Customs Enforcement) in mehreren Städten zu weit gegangen ist. Nur 24 Prozent finden, Trump hätte sogar noch weiter gehen sollen.

Der Einsatz der Bundesbeamten hat in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen gesorgt. Besonders nach tödlichen Vorfällen mit ICE-Beamten in Chicago und Minneapolis kam es zu landesweiten Protesten. Bürgerrechtsgruppen kritisieren nicht nur die Härte der Einsätze, sondern auch das zunehmende Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen.

Kritik auch an Gnadenrecht und Außenpolitik

Nicht nur in der Migrationspolitik zeigen sich laut Umfrage deutliche Ablehnungstendenzen. Auch Trumps Vorstoß, seine Begnadigungsbefugnisse weiter auszubauen, stößt bei vielen auf Ablehnung: 56 Prozent der Befragten sagen, er habe hierbei zu weit agiert. Nur 27 Prozent halten sein Vorgehen für angemessen.

Auch außenpolitisch steht der Präsident in der Kritik. 53 Prozent der Wähler halten seine jüngsten Drohgebärden gegenüber ausländischen Regierungen – insbesondere die Forderung nach dem Erwerb Grönlands – für überzogen.

Wirtschaftsbilanz wird zunehmend kritisch gesehen

Erstmals seit dem Amtsantritt seiner zweiten Präsidentschaft schätzen mehr Befragte die wirtschaftliche Lage der USA als „schwach“ ein denn als „stark“. Das Vertrauen in Trumps wirtschaftspolitische Kompetenz scheint zu schwinden – ein zentrales Element seiner bisherigen politischen Positionierung.

Republikaner dennoch bei Sachthemen im Vorteil

Trotz der zunehmenden Unzufriedenheit mit Trump selbst sehen viele Wähler die Republikanische Partei weiterhin als kompetenter an – zumindest bei Sachthemen wie Einwanderung, Wirtschaft, Grenzsicherung, Außenpolitik und der Ukraine-Krise. In fast allen Bereichen schnitten die Republikaner laut der Umfrage besser ab als die Demokraten.

Fazit: Während Präsident Trump in mehreren politischen Bereichen an Rückhalt verliert, bleibt seine Partei bei vielen Kernwählern eine feste Größe. Doch die wachsende Kritik – besonders im Zusammenhang mit Migrations- und Außenpolitik – könnte im Wahljahr 2026 noch erheblichen Einfluss auf die politische Dynamik haben.

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