Startseite Allgemeines Marines-Großübung in Kalifornien sorgt für politischen Eklat – Newsom kritisiert „absurde Machtdemonstration“
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Marines-Großübung in Kalifornien sorgt für politischen Eklat – Newsom kritisiert „absurde Machtdemonstration“

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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Ein spektakuläres Manöver der US-Marines zum 250-jährigen Bestehen des Marine Corps hat am Freitag nicht nur für Staunen gesorgt – sondern auch für massiven politischen Streit. Ein 15 Meilen langer Abschnitt der Interstate 5, eine der wichtigsten Verkehrsadern Südkaliforniens, wurde für das Event gesperrt – sehr zum Ärger von Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom, der dem Weißen Haus eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit vorwirft.

Kampfjets, Explosionen – und ein politischer Showdown

Die Großübung, bei der auch Vizepräsident J.D. Vance und Verteidigungsminister Pete Hegseth anwesend waren, fand auf dem Gelände des Camp Pendleton zwischen San Diego und Orange County statt. Gezeigt wurden Fallschirmsprünge, Zerstörer vor der Küste, F-18- und F-35-Überflüge, Sprengsätze in nachgestellten Dörfern und Marines, die von Hubschraubern abgesetzt wurden.

Ziel war es laut Marinekorps, die Einsatzfähigkeit der Streitkräfte in einem realitätsnahen Szenario zu demonstrieren. Die Übung sei „sicher und auf genehmigten Trainingsflächen“ durchgeführt worden, hieß es vorab – eine Sperrung der Autobahn wurde von den Veranstaltern zunächst verneint.

Gesperrte Straßen, Chaos im Verkehr

Doch laut der California Highway Patrol und Caltrans (dem staatlichen Verkehrsamt) wurde die I-5 zwischen Harbor Drive und Basilone Road für mehrere Stunden gesperrt. Das sorgte für massive Verkehrsprobleme in der Region – 65.000 Fahrzeuge nutzen diesen Streckenabschnitt täglich.

Auch der Bahnverkehr zwischen San Diego und Los Angeles war betroffen. ABC7 zeigte Luftaufnahmen von kilometerlangen Staus. Die Sperrung wurde zeitweise aufgehoben, später erneut eingeführt, und erst gegen 15 Uhr Ortszeit endgültig aufgehoben.

Newsom: „Das ist gefährlich – nicht patriotisch“

Gouverneur Gavin Newsom zeigte sich empört. Er nannte die Aktion eine „absurde Machtdemonstration“ und warf der Bundesregierung vor, öffentliches Leben und Sicherheit aus politischen Gründen zu gefährden:

„Explosionen über einer belebten Autobahn zu zünden, ist nicht nur falsch – es ist gefährlich“, sagte Newsom.
„Das hat nichts mit Stärke zu tun, sondern ist verantwortungslos und respektlos gegenüber unserem Bundesstaat und seinen Bürgern.“

Er erklärte, dass seine Behörden bereits am Vortag Live-Schüsse in Autobahnnähe beobachtet hätten – offenbar ein Testlauf für die Übung. Zudem habe es den Antrag gegeben, Warnschilder mit der Aufschrift „Overhead fire in progress“ (Luftschüsse in Durchführung) an der I-5 aufzustellen.

Das sagt das Marinekorps

Das U.S. Marine Corps betonte in einer Stellungnahme, man habe den Verkehr nicht absichtlich unterbrochen. Die Übung sei sorgfältig geplant worden, um die Sicherheit zu gewährleisten. Der Sprecher der I. Marine Expeditionary Force, Captain Gregory Dreibelbis, erklärte, man führe regelmäßig solche Live-Feuer-Trainings durch – darunter auch Artillerie mit M777-Haubitzen, wie sie z. B. auch in Syrien eingesetzt wurden.

„Diese amphibische Demonstration ist genau das, wofür wir täglich trainieren“, sagte Dreibelbis.

Kritik aus beiden politischen Lagern

Auch der kalifornische Abgeordnete Mike Levin (Demokrat), dessen Bezirk Camp Pendleton umfasst, kritisierte das Vorgehen scharf. Die Sicherheit der Bevölkerung müsse über politischen Inszenierungen stehen.

Selbst Jim Desmond, republikanischer Supervisor in San Diego County, nannte die Organisation des Events „ein Paradebeispiel dafür, was in der Politik falsch läuft“:

„Keine Rechenschaft, keine Planung – nur Schuldzuweisungen, während normale Menschen im Stau stehen, Arbeit verpassen und ihre Pläne platzen.“

Hintergrund: Bundesstaat vs. Bund

Der Vorfall reiht sich ein in eine wachsende Reihe von Konflikten zwischen dem demokratisch regierten Kalifornien und der republikanischen Bundesregierung unter Präsident Donald Trump. Die Debatten reichen von Migrationspolitik über Klimaschutz bis hin zu militärischer Präsenz und zeigen, wie tief die politische Spaltung inzwischen reicht – selbst bei eigentlich unstrittigen Themen wie dem Gedenken an das Mili

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