Ein 33‑jähriger Mann aus dem US-Bundesstaat Ohio ist wegen einer Morddrohung gegen Vizepräsident JD Vance angeklagt worden. Das Justizministerium teilte mit, dass ein Bundesgericht Anklage gegen Shannon Mathre erhoben habe.
Laut Anklageschrift, die am 6. Februar veröffentlicht wurde, soll Mathre im Januar während eines Besuchs von Vance in Ohio damit gedroht haben, den Vizepräsidenten zu töten. Dabei habe er angekündigt, sich über den Aufenthaltsort von Vance zu informieren und ihn mit einem automatischen M14-Gewehr zu erschießen.
Agenten des Secret Service nahmen Mathre am 6. Februar in Toledo fest, nachdem eine Grand Jury eine zweifache Anklage gegen ihn erlassen hatte.
Weitere schwere Vorwürfe
Im Zuge der Ermittlungen stießen die Behörden nach Angaben der Staatsanwaltschaft zudem auf digitale Dateien mit Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern, die Mathre besessen haben soll. Neben der Anklage wegen Morddrohungen gegen den Präsidenten oder dessen Nachfolger wird ihm daher auch Empfang und Weiterverbreitung von kinderpornografischem Material vorgeworfen.
Mathre erschien am 6. Februar vor einem Bundesgericht und plädierte auf nicht schuldig. Richter Darrell Clay ordnete eine vorläufige Inhaftierung an. Eine weitere Anhörung ist für den 11. Februar angesetzt.
Drohung gegen höchsten Staatsrepräsentanten
„Bereits die angebliche Drohung gegen den Vizepräsidenten stellt ein schweres Verbrechen dar“, erklärte der stellvertretende Justizminister Todd Blanche. „Besonders besorgniserregend ist jedoch, dass im Zusammenhang mit der Festnahme auch Material zu sexuellem Kindesmissbrauch gefunden wurde.“
Ein Rechtsanwalt von Mathre äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen.
Hohe Strafandrohung
Im Falle einer Verurteilung drohen Mathre für die Morddrohungen bis zu fünf Jahre Haft sowie eine Geldstrafe von maximal 250.000 US‑Dollar. Die Vorwürfe im Zusammenhang mit kinderpornografischem Material können mit bis zu 20 Jahren Gefängnis geahndet werden.
JD Vance, selbst gebürtiger Ohioaner und ehemaliger Senator des Bundesstaates, äußerte sich bislang nicht öffentlich zu dem Fall. Sein Büro wurde von Medien um eine Stellungnahme gebeten.
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