Startseite Allgemeines Maduro: Venezuela sieht sich von US-Militär massiv bedroht
Allgemeines

Maduro: Venezuela sieht sich von US-Militär massiv bedroht

Kaufdex (CC0), Pixabay
Teilen

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat die aktuelle US-Militärpräsenz in der Karibik als „größte Bedrohung seit 100 Jahren“ bezeichnet und scharf vor einem möglichen Angriff gewarnt. Sollte es zu einer Konfrontation kommen, werde Venezuela „sein Land mit allen Mitteln verteidigen“, so Maduro in einer Rede.

Nach Angaben der venezolanischen Regierung befinden sich derzeit acht US-Kriegsschiffe mit rund 1.200 Raketen sowie ein Atom-U-Boot in Reichweite venezolanischer Küsten. Maduro sprach von einem „imperialistischen Angriffsszenario“ und forderte die Bevölkerung auf, sich auf Widerstand einzustellen.

Die USA werfen Maduro vor, tief in den internationalen Drogenhandel verwickelt zu sein. Bereits seit Jahren steht er auf der Sanktionsliste Washingtons, die auch enge Vertraute und Teile des Militärs umfasst. Zudem erkennen die Vereinigten Staaten den Oppositionsführer Juan Guaidó als legitimen Interimspräsidenten an – ein Schritt, der die diplomatischen Beziehungen zwischen Caracas und Washington fast vollständig zum Erliegen gebracht hat.

Geopolitische Brisanz
Venezuela spielt durch seine enormen Ölreserven – die größten der Welt – eine zentrale Rolle im globalen Energiemarkt. Maduro sucht seit Jahren Rückhalt bei Russland, China und dem Iran, um sich gegen den Druck der USA abzusichern. Diese Partnerländer unterstützen das südamerikanische Land durch Investitionen, militärische Kooperationen oder Rohstoffgeschäfte.

Beobachter sehen die Drohungen Maduros auch als Teil einer innenpolitischen Strategie: Mit martialischer Rhetorik will er seine angeschlagene Machtbasis stabilisieren und die Bevölkerung hinter sich einen. Kritiker im Land werfen ihm vor, mit Feindbildern von außen von den schweren wirtschaftlichen und sozialen Problemen abzulenken.

Regionale Unsicherheit wächst
Die massive US-Präsenz wird von vielen Nachbarstaaten aufmerksam beobachtet. Eine Eskalation könnte erhebliche Folgen für die gesamte Region haben – von verstärkten Fluchtbewegungen bis hin zu wirtschaftlichen Turbulenzen. Internationale Vermittlungsversuche, etwa durch die Vereinten Nationen, konnten bisher keine dauerhafte Entspannung bewirken.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Epstein-Akten: Transparenz mit Sprengkraft

Mit der Veröffentlichung von Millionen Dokumenten zu Jeffrey Epstein wollte das US-Justizministerium...

Allgemeines

Neuwahl Nummer acht – Bulgarien und die Kunst, nicht zu regieren

Es gibt Staaten, die planen Reformen. Und es gibt Bulgarien – das...

Allgemeines

Zahlreiche Unternehmensinsolvenzen am 18. Februar 2026 gemeldet

Am 18. Februar 2026 sind bei mehreren deutschen Amtsgerichten zahlreiche Insolvenzverfahren eröffnet...

Allgemeines

Dax über 25.000 Punkte: Rückenwind – aber keine Euphorie

Der Ausbruch über die Marke von 25.000 Punkten ist mehr als nur...