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Maduro diffamiert Friedensnobelpreisträgerin Machado als „dämonische Hexe“

geralt (CC0), Pixabay
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Venezuelas autoritärer Präsident Nicolás Maduro hat die Oppositionsführerin und frisch gekürte Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado in einer Rede erneut heftig angegriffen – und sie dabei indirekt als „dämonische Hexe“ bezeichnet.

„90 Prozent der Bevölkerung lehnen die dämonische Hexe ‚La Sayona‘ ab“, sagte Maduro am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung in Caracas.
Er erwähnte Machado dabei – wie häufig – nicht namentlich, sondern spielte auf eine venezolanische Legendenfigur an: La Sayona, eine rachsüchtige Geisterfrau, die laut Volksglaube untreue Männer heimsucht.


🔥 Politischer Schlagabtausch statt Dialog

Die Aussage Maduros ist Teil einer langen Kette von rhetorischen Angriffen gegen María Corina Machado, die seit Jahren als eine der wichtigsten Stimmen der venezolanischen Opposition gilt. Sie setzt sich für freie Wahlen, den Wiederaufbau demokratischer Institutionen und die Beendigung der autoritären Herrschaft Maduros ein.

„Wir wollen Frieden, aber einen Frieden mit Freiheit, mit Souveränität, mit Unabhängigkeit, mit Würde und mit Gleichheit“, so Maduro weiter – in einem Ton, der Kritiker als populistisch und realitätsfern einstufen.


🕊️ Ausgezeichnet für den Kampf gegen die Diktatur

Machado (58) war erst vergangene Woche mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden – für, wie das Nobelkomitee formulierte, „ihren unerschütterlichen Einsatz für einen gerechten und friedlichen Übergang von Diktatur zur Demokratie in Venezuela“.

Die Ehrung wurde international gefeiert – nicht nur als Würdigung ihres persönlichen Mutes, sondern auch als Symbol für den Kampf der venezolanischen Zivilgesellschaft gegen staatliche Unterdrückung.


🚫 Ausschluss von der Wahl trotz Beliebtheit

Im Jahr 2023 hatte Machado angekündigt, bei der Präsidentschaftswahl 2024 gegen Maduro antreten zu wollen. Trotz enormer Zustimmung in der Bevölkerung – auch in Umfragen – wurde sie aufgrund angeblicher Unregelmäßigkeiten von der Wahl ausgeschlossen.

Internationale Beobachter und Menschenrechtsorganisationen werfen der Regierung Maduro seit Jahren systematische Wahlmanipulation, Einschüchterung der Opposition und Missbrauch des Justizapparats vor.


📌 Ein Land zwischen Angst, Hoffnung und Spaltung

Während Millionen Venezolanerinnen und Venezolaner weiterhin unter der schweren politischen und wirtschaftlichen Krise leiden, ist Machado für viele zu einer Symbolfigur des Widerstands geworden.

Maduro hingegen klammert sich an die Macht – zunehmend isoliert im eigenen Land und international unter Druck. Seine jüngste Äußerung zeugt nicht nur von politischer Angst, sondern auch von einem tiefsitzenden Unwillen zur Versöhnung.


✍️ Fazit

Ein Friedensnobelpreis sollte einen Moment des Respekts, der Anerkennung und des Dialogs markieren. Doch in Venezuela zeigt sich einmal mehr: Wer für Demokratie kämpft, wird nicht geehrt – sondern verspottet.

Und doch gilt: Die Welt sieht hin. Und María Corina Machado bleibt – trotz aller Dämonisierung – eine Hoffnungsträgerin für Millionen.

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