Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den USA mit harten Gegenmaßnahmen gedroht, sollten die angekündigten 25-Prozent-Zölle auf europäische Importe von Aluminium und Stahl tatsächlich kommen. „Wenn sie bestätigt werden, werden die Europäer antworten“, erklärte Macron gestern während eines Staatsbesuchs in Portugal. „Es wird entsprechende Zölle geben, denn wir müssen uns schützen, wir müssen uns verteidigen.“
Seine Botschaft an Washington war unmissverständlich: Die EU werde sich nicht erneut von Trump und seinem „America First“-Kurs überfahren lassen. „Wenn Anfang April, wie angekündigt, Zölle auf europäische Produkte in dieser Höhe erhoben werden, müssen wir reagieren. Wir dürfen nicht schwach wirken“, betonte Macron auf einer Pressekonferenz in Porto.
Kein Platz für Nachgiebigkeit
Macron machte klar, dass Europa keine andere Wahl habe, als entschlossen gegenzuhalten. „Was wir in den nächsten Wochen erreichen müssen, ist zu zeigen, dass diese Entscheidung nicht nur wirtschaftlich falsch, sondern auch geopolitisch schädlich ist – für die USA und für Europa. Doch wenn Washington diesen Weg geht, dann werden wir darauf reagieren. Wir werden die Verantwortung dafür übernehmen.“
EU kündigt „entschiedene Gegenmaßnahmen“ an
Die EU hatte bereits vor zweieinhalb Wochen auf die US-Ankündigung reagiert. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellte klar, dass unrechtmäßige Zölle nicht unbeantwortet bleiben würden. „Sie zögen entschiedene und verhältnismäßige Gegenmaßnahmen nach sich“, sagte sie. Die EU werde ihre Arbeitnehmer, Unternehmen und Verbraucher verteidigen.
Ob Trump auf Drohungen reagiert? Fest steht: Nur klare Kante wird in Washington wahrgenommen. Europa hat die Wahl – sich wehren oder sich überrollen lassen.
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