Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus haben gestern das gemacht, was sie am liebsten tun: Akten veröffentlichen, die niemand mehr so richtig angefasst hat – diesmal Bilder aus dem bizarren Paralleluniversum des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein.
Das Setting: eine tropische Privatinsel mit Vibes zwischen „James Bond-Bösewicht“ und „IKEA-Katalog, der zu lange im Regen lag“.
Zu sehen:
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ein Schlafzimmer,
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ein Zimmer mit einem Zahnarztstuhl (für… Gespräche? Transformationen?),
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Masken an der Wand wie in einem Theaterkurs mit Apokalypse-Thema
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und eine Tafel mit den Worten „Macht“ und „Täuschung“ – als hätte Epstein sein Leben nach dem Regieplan eines besonders wirren David Lynch-Films geführt.
Ein besonders subtiler Touch: ein Schild mit der Aufschrift „Zutritt verboten“. (Ja, das wirkt im Kontext fast wie ein schlechter Witz.)
Demokraten: „Beunruhigender Einblick“ – wirklich?
Der ranghöchste Demokrat im Aufsichtsausschuss, Robert Garcia, nannte das Material einen „beunruhigenden Einblick“ in Epsteins Welt – was vermutlich die diplomatischste Form ist, um auszudrücken:
„Was zum Teufel hat dieser Mann da getrieben?“
Die Veröffentlichung sei „im Sinne der Transparenz“, heißt es. Klar. Nichts sagt „Transparenz“ so sehr wie geschwärzte Kurzwahl-Nummern auf einem 90er-Jahre-Festnetztelefon.
Politische Brisanz? Eher Deko-Schock.
Wer allerdings dachte, hier würden plötzlich hochrangige Namen fallen oder ein Politiker auftauchen, der zu oft auf der Insel war – Fehlanzeige.
Das Material stammt laut den Demokraten ganz brav vom Justizministerium der US-Jungferninseln und enthält – Stand jetzt – keine smoking gun, aber ein paar ziemlich skurrile Innenausstattungsentscheidungen.
Trump signiert Gesetz – für einmal Transparenz
Der Plot-Twist: Nur zwei Wochen vor Veröffentlichung hat Donald Trump – ja, wirklich – ein Gesetz unterschrieben, das die Freigabe der Epstein-Akten anordnet.
Ein Akt der Aufklärung oder ein medienwirksamer Befreiungsschlag? Das Urteil bleibt offen.
Fazit:
Zwischen Zahnarztstuhl, Masken und Moral bleibt vor allem ein Eindruck zurück:
Epsteins Insel war weniger Karibik-Paradies als eine surreale Kulisse für Albträume mit Überwachungsanlage.
Ob das nun neue politische Wellen schlägt oder einfach nur Teil einer tragischen Groteske bleibt – die Öffentlichkeit hat nun einen verstörenden Blick hinter die Kulissen.
Und wenn wir Glück haben, endet diese Doku-Serie irgendwann wirklich.
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