M&A Versicherung :Großer Schadensfall

M&A-Versicherungen sind auch in Deutschland hoffähig geworden. Bereits seit Längerem sind die meisten Private-Equity-Deals versichert. Inzwischen steigt auch die Zahl strategischer Deals, bei denen die Risiken über eine sogenannte Warranty and Indemnity-Versicherung gedeckt sind. Doch nun sorgt ein erster großer Schadensfall für Unruhe in der Szene.

Die Beteiligten schweigen zwar beharrlich, aber informierte Kreise sprechen von einer Schadenssumme von rund 270 Millionen Euro. Es geht um das deutsche Traditionsunternehmen Grohe, das vom japanischen Baukonzern Lixil und der staatlichen Entwicklungsbank DBJ übernommen wurde. Der Kauf im Jahr 2014 ist bis heute das größte Einzelinvestment eines japanischen Strategen im deutschen Markt.

Die börsennotierte deutsche Holdinggesellschaft von Joyou musste 2015 überraschend Konkurs anmelden, nachdem eine Kettenreaktion im chinesischen Schattenbankensektor Bilanzfälschungen bei Joyou offenbart hatte. Damit stehen sich Lixil, beim Kauf begleitet von Linklaters-Partner Dr. Klaus Hoenig, und ein W&I-Versichererkonsortium um AIG gegenüber. Wie der Fall ausgeht, ist Insidern zufolge völlig offen – und damit auch, welche Folgen er für den W&I-Versicherungsmarkt in Deutschland möglicherweise hat.

Kalkuliertes Risiko: Deutschland erlebt ersten Stresstest für M&A-Versicherungen

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