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Lufthansa-Flug nach Messerangriff mit Gabel nach Boston umgeleitet

652234 (CC0), Pixabay
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Ein Lufthansa-Flug von Chicago nach Frankfurt musste am 25. Oktober außerplanmäßig in Boston landen, nachdem ein Passagier zwei Jugendliche mit einer Metallgabel attackiert haben soll. Wie die US-Staatsanwaltschaft des Bezirks Massachusetts mitteilte, wurde der 28-jährige Praneeth Kumar Usiripalli wegen Angriffs mit einer gefährlichen Waffe an Bord eines Flugzeugs angeklagt.

Usiripalli, ein indischer Staatsbürger mit US-Studentenvisum für ein Masterprogramm in biblischen Studien, befand sich auf Flug LH431, der planmäßig um 16:26 Uhr vom Flughafen O’Hare in Chicago gestartet war. Etwa auf halber Strecke soll er laut Ermittlungsunterlagen zwei 17-jährige Passagiere angegriffen haben – einen in der Schulter, den anderen am Hinterkopf.

Einer der Jugendlichen habe im Mittelsitz geschlafen, als er plötzlich aufwachte und Usiripalli über sich stehen sah. Die Angriffe erfolgten offenbar ohne vorherige Auseinandersetzung. Als Flugbegleiter versuchten, den Angreifer zu beruhigen, habe dieser sich theatralisch verhalten: Er formte mit der Hand eine Pistole, steckte sie sich in den Mund und spielte das Abdrücken nach. Außerdem soll er eine weibliche Passagierin geohrfeigt und versucht haben, eine Crew-Mitglied zu schlagen.

„Der Flug musste wegen des Verhaltens eines unkontrollierbaren Passagiers umgeleitet werden, der bei Ankunft von den Behörden in Gewahrsam genommen wurde“, bestätigte ein Lufthansa-Sprecher. Die Maschine landete sicher um 22:46 Uhr am Logan International Airport in Boston, wo Usiripalli sofort festgenommen wurde.

Die betroffenen Passagiere wurden medizinisch versorgt. Lufthansa sorgte für Hotelunterkünfte und Umbuchungen für die restlichen Reisenden. Das Unternehmen entschuldigte sich und betonte, dass „die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Passagiere und Besatzung höchste Priorität“ habe.

Sollte Usiripalli verurteilt werden, drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft, drei Jahre überwachte Freilassung sowie eine Geldstrafe von bis zu 250.000 US-Dollar.

Der Fall reiht sich in eine wachsende Zahl von Zwischenfällen mit aggressiven Passagieren ein: Laut US-Luftfahrtbehörde FAA wurden bis zum 28. September 2025 bereits 1.205 solcher Vorfälle gemeldet.

 

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