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Lindsey Vonn nach Sturz beim Abfahrtsfinale in stabilem Zustand – Olympiatraum endet abrupt

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Die amerikanische Skilegende Lindsey Vonn befindet sich in stabilem Zustand, nachdem sie beim Abfahrtsfinale der Olympischen Winterspiele in Cortina d’Ampezzo schwer gestürzt ist. Der dramatische Zwischenfall beendete ihre Hoffnungen auf ein märchenhaftes Comeback bei Olympia.

Vonn, die mit einem vollständig gerissenen Kreuzband bereits verletzt in die Spiele gestartet war, stürzte nur 13 Sekunden nach dem Start. Dabei verfing sich ihr rechter Arm an einem Tor, was sie aus dem Gleichgewicht brachte und zu einem heftigen Sturz führte.

Für einen Moment herrschte völlige Stille im Tofane Alpine Skiing Centre, während Sanitäter sich um die dreifache Olympiamedaillengewinnerin kümmerten. Die 41-Jährige wurde anschließend per Hubschrauber von der „Olimpia delle Tofane“-Piste ausgeflogen – das Publikum spendete stehenden Applaus.

Laut Reuters wurde Vonn in ein Krankenhaus in Treviso gebracht. CNN Sports wartet noch auf eine offizielle Stellungnahme ihrer Vertreter sowie des US-amerikanischen Ski- und Snowboard-Teams.

In einer kurzen Mitteilung auf Social Media teilte das Team mit:
„Lindsey Vonn hat sich verletzt, befindet sich aber in stabilem Zustand und wird von einem Team aus amerikanischen und italienischen Ärzten betreut.“

Risiko von Anfang an

Vonns Teilnahme galt von Beginn an als Risiko. Am 30. Januar war sie beim Weltcup-Rennen in Crans-Montana schwer gestürzt und hatte sich eine schwere Knieverletzung zugezogen. Dennoch absolvierte sie vor dem Olympia-Rennen zwei Trainingsläufe und schien überzeugt, noch mithalten zu können.

Am Vorabend des Rennens schrieb sie auf Instagram:
„Ich werde morgen mein letztes olympisches Abfahrtsrennen fahren. Ich kann kein gutes Ergebnis garantieren, aber ich verspreche, alles zu geben. Egal, was passiert – ich habe bereits gewonnen.“

Teamkollegin Breezy Johnson konnte das Rennen nach einer längeren Unterbrechung fortsetzen und sicherte den USA die erste Goldmedaille der Winterspiele.

Die Sorge um Vonn überlagerte jedoch die sportliche Leistung. Auch Kolleginnen und Kollegen zeigten sich emotional betroffen.

Die frühere slowenische Skirennläuferin und zweifache Olympiasiegerin Tina Maze sagte gegenüber Eurosport:
„Wir alle wussten, wie schwer es für Lindsey war, überhaupt an den Start zu gehen. Sie hat zu viel riskiert, und genau deshalb passieren solche Stürze. Es ist hart – für sie, ihre Familie, ihr Team und alle, die mit ihr arbeiten.“

Auch Vonns Schwester Karin Kildow äußerte sich gegenüber NBC:
„Es war erschreckend, den Sturz zu sehen. Lindsey wird jetzt medizinisch untersucht. Aber sie hat keine Reue – sie gibt immer 110 %, nie weniger. Das ist ein sehr gefährlicher Sport, und viele Faktoren spielen eine Rolle. Wir hoffen einfach nur das Beste.“

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