Trotz Insolvenz der Gesellschaft, so ein betroffener Anleger in einem Telefongespräch mit unserer Redaktion, müssen die Bäume ja da sein. Die können ja mit der Insolvenz der Gesellschaft nicht einfach verschwinden. Recht hat er. Nur stellt sich die Frage, was mit den Liegenschaften jetzt passiert – vor allem dann, wenn die Insolvenz mangels Masse eingestellt werden sollte, was wir derzeit befürchten.
Die Insolvenz mangels Masse wird dann beschlossen, wenn nicht genügend Geld vorhanden ist, um die Kosten eines Konkursverfahrens zu begleichen. Natürlich könnten hier sowohl die Anleger als auch die Geschäftsführung der Gesellschaft dieses Geld zur Verfügung stellen, denn bei 6.000 Anlegern hat man sicherlich auch gutes Geld verdient.
Unser Anleger befürchtet nun, dass sich die verantwortlichen Personen mit einer „Insolvenz mangels Masse“ aus der Verantwortung stehlen könnten. Möglich ist das natürlich, aber wir haben in den letzten Jahren den Frontmann der Gesellschaft so kennengelernt, dass wir uns dies nicht vorstellen können. Wir gehen vielmehr davon aus, dass er bemüht ist, eine Lösung für die betroffenen Anleger zu finden.
Wir persönlich halten die Gründung einer deutschen Genossenschaft für eine praktikable Lösung, in der dann alle Anleger automatisch Mitglied werden und die Gesellschaft mit Kapital ausstatten, um die Liegenschaften zu bewirtschaften. Dazu müsste das Eigentum an den Bäumen an die Genossenschaft übertragen werden. Diese müsste wiederum prüfen, wie viele Bäume insgesamt zur Verfügung stehen und ob die Anzahl der Bäume mit der Anzahl der verkauften Bäume übereinstimmt – wovon wir ganz klar ausgehen. Neue Mitglieder nimmt die Gesellschaft nicht auf.
Die Genossenschaft sollte dann von einem Vorstand und einem Aufsichtsrat geführt werden. Erlöse aus später verkauften Bäumen sollten an die Anleger ausgekehrt werden; damit ließe sich zumindest ein möglicher Totalverlust abwenden.
Ob der Geschäftsführer der Gesellschaft dazu bereit ist? Das Konkursamt in Nidwalden in der Schweiz, so haben wir den Eindruck, will das Verfahren wohl schnellstmöglich beenden. Die Anleger interessieren das Konkursamt nicht – typisch für die Schweiz, wenn vor allem deutsche Anleger betroffen sind.
Einige Anleger wollen nun in der Schweiz eine Strafanzeige stellen. Ob das allerdings zu einem Ergebnis führt, bleibt dahingestellt. Der Fleiß der Schweizer Justizbehörden hält sich bei deutschen Anlegern dann doch in ganz überschaubaren Grenzen.
Wir in der Redaktion gehen jedoch davon aus, dass die Geschäftsführung von Life Forestry die Anleger nicht im Regen stehen lassen wird. Wir sind mit ihnen im Gespräch.
Das hatten wir schon mal!
https://www.srf.ch/play/tv/kassensturz/video/100-millionen-verschwunden—staatsanwaltschaft-verschlaeft-riesenschwindel?urn=urn:srf:video:529227c5-3d42-4d4d-b59a-79d39e18f678
Hallo zusammen,
ich bin erst huete auf diese Diskussion gestoßen. Ich selber habe 2020 über die Wattfox GmbH, die mir u.a. insgesamt 3 nun nachweislich sehr unseriöse Geldanlagen vermittelte auch bei der Life Forestry GmbH 13.300 EUR investiert. Bei den anderen beiden Finanzanlagen (Immobilieninvest bei Immoneo GmbH in Berlin – dort eingetretenen Insolvenz schon 2021 – Nachrangdarlehen und hohes Risiko wurde hier offenbar verschwiegen und Sun Contracting AG – dort kürzliche Insolvenz im November 2025 aufgrund eines massiven Bilanzbetruges und kriminellen Machenschaften beim Vertrieb dieser Finanzanlage – es gab dort nun schon aufgrund von Ermittlungen der Österreichenschen Korruptionsstaatsanwaltschaft erste Verhaftungen ! – habe ich zusammen 18.800 EUR investiert – ohne die noch anfallenden Zinsansprüche. Ich denke Wattfox als Finanzvermittler und auch einer der sogenannten Tipgeber aus Berlin, der mir hier angeblich nur den Tip für die das Solarinverst bei sun Contracting gab, ist an dem Betrug mit beteiligt. Bei mir udn auch anderen Gläubiger der Immoneo GmbG (Immobilieninvest) hatte sich Mitte des Jahres eine „Verbraucherschutzkanzlei“ gemeldet – sie hätten meine email Adresse abngeblich über eine Insolvenzliste erhalten. Sie haben dann ein Zoom Meeting organisiert udn damit geworben, dass es hier ggf. eine gute Möglichkeit gäbe, gegen den Finanzvermittler selber – also bei mir Wattfox wegen Falschberatunmg und Verschweigen von wichtigen Details dieser Finanzanlage vorzugehen, da ja bei der Immoneo GmbH nicht mehr zu holen ist. Esm sei auch so, das laut Gestetz hier jeder Finanzvermittler eine Haftpflichtversicherung abschließen müsse (schon seit längerer Zeit Gesetz), die dann ggf. für de Schaden aufkommen müsse. Angeblich würden hier die Gerichte in letzter Zeit mehr und mehr für Geschädigte entscheiden. Als ich dann von dieser Kanzlei ein Angebot dazu erhielt zunächst für ein außergerichtliches Vorgehen gegen die Wattfox GmbH wurde mir dann vom Anwalt,d er meinen Fall bearbeitet mitgeteilt, dass hier die Erfolgsaussichten woh ldoch nicht so rosig seien und ich mir das überlegen solle – vor allen Dingen deshalb, weil ich wegen mehrfachem Jobverlust zu Beginn der Corona Krise aktuell kaum Einkünfte habe.
Gibt es denn hier bezüglich des Konkurses der Life Forestry eine Frist für die Forderungsanmeldungen ? In der email von Herrn Liesenberg war davon ja noch keien Rede. Ich wollte hier meine Forderungen auch in den nächsten Tagen noch Anmelden. Gibt es da ggf. eine Faxadresse oder ein Portal wo man die Forderungen rechtssicher übermitteln kann ? Ich würde mich auch sehr freuen, wenn es hier eien Möglichkeit der Übernahme von Life Forestry gibt, so dass das Business mit den Teakbäumen weitergeführt werden kann und wir unser Invest hier nicht verlieren werden. Die email von Herrn Liesenberg klang ja recht hoffnungsvoll und das hier ggf. schon im Januar eine Lösung präsentiert werden könnte.
Das seltsame bei Life Forestry war für mich, dass ich wenige Tage vor dem Bekanntwerden des Konkurses noch eienen Anruf erheilt, ob ich noch weiter in Pfefferbäume investieren wolle – dies eienn angeblich noch risikoloser und versprächen ein Return Of Invest bsi zum vierfachen des eingesetzten Kapitals. Ich sagt, dass ich nichts weiter zu investieren habe und erst einmal meinen Profit aus dem Teakholzinvest zurück erwarten würde.
Hat hier von Euch ggf. noch jemand dieses Holzinvest bei Life Forestry über die Wattfox als Finanzvermittler getätigt ?
Vielieicht gibt es eine Möglichkeit, das wir gemeinsam als Gläubigergemeinschaft dagegen vorgehen können und somit mehr Druck aufbauen können als Alleine.
Bleiben wir auf diesem Wege in Verbindung.
LG Stefan
Gute Kommentare gut und schön, aber die Frage aller Fragen gibt es die Bäume überhaupt? Laut GPS Angaben sind da keine Bäume. Bei 6000 Anlegern wäre das eine Unsumme von Bäumen. So mal eine Hochrechnung im Schnitt, 6000 Anleger x 50.000Tausend Euro = ca. 600 Bäume x 6000 Anleger = wären das 3,6 Millionen nach Ausdünnungen noch etwa 2,5 Millionen Bäume. Meine Einschätzung es gibt da nur irgendwelche Musteranlagen wo interesierte Kunden hingeführt werden. Sollte es dennoch all diese Bäume geben wäre das eine Hoffnung den Schaden zu begrenzen. LA SHZE
Im Kundenbereich der LF-Seite gibt es unter Dokumenten den Lageplan. Der Lageplan von Terra Verde entspricht recht gut dem Satelitenbild auf google maps; die entsprechende Fläche sieht von oben wie ein Wald aus. Also gibt es zumindest irgendwelche Bäume. Außerdem schreibt Volker, dass er seine Bäume persönlich besucht hat. Nach einem kompletten Schwindel sieht es für mich nicht aus…
Ich ein Schreiben an das Konkursamt mit Aussonderungsforderung gesandt.
Das war innerhalb 30 Tagen bis 25.12.25 nötig.
Geht offenbar auch noch danach mit evtl Zusatzkosten des Konkursamt.
Unabhängig davon habe ich mit Ki recherchiert:
Das rechtliche Prinzip: „Kauf- und Dienstleistungsvertrag“
In Costa Rica (wie auch in vielen anderen lateinamerikanischen Ländern) können Bäume rechtlich als bewegliche Sachen oder über spezielle forstwirtschaftliche Verträge unabhängig vom Boden verkauft werden.
Das Geschäftsmodell der Life Forestry Group basierte auf einer gezielten gesellschaftsrechtlichen Trennung zwischen der Schweizer Vertriebsgesellschaft, dem Grundeigentum und der Bewirtschaftung.
Hier sind die Details dazu, wer die Plantagen in Costa Rica besessen oder verpachtet hat:
1. Die Eigentümerstruktur (Wer kaufte/besaß das Land?)
Das Grundeigentum (Grund und Boden) wurde in der Regel nicht von der Schweizer Muttergesellschaft gehalten, sondern von lokalen Tochtergesellschaften in Costa Rica.
Eigentümerin des Bodens: Die Life Forestry Costa Rica S.A. (mit Sitz in San José) war die zentrale Gesellschaft vor Ort, die als Eigentümerin der Plantagenflächen auftrat. In einigen rechtlichen Analysen wird auch die Life Forestry Ecuador S.A. für die dortigen Flächen als Eigentümerin genannt.
Zweck dieser Struktur: Durch die Trennung von der Life Forestry Switzerland AG (die die Verträge mit den Anlegern schloss) wollte man das Landvermögen rechtlich abschirmen. Selbst bei einer Insolvenz der Schweizer AG sollte das Land theoretisch im Besitz der costaricanischen Tochter bleiben.
2. Das Pachtmodell („Land Lease“)
Anleger haben bei Life Forestry meist keine Grundstücke gekauft, sondern es gab zwei Vertragsmodelle:
Kauf- und Dienstleistungsvertrag: Hier kaufte der Anleger die Bäume (als bewegliche Sache). Das Land wurde ihm dabei zur Verfügung gestellt, oft über eine integrierte Pacht oder Nutzungserlaubnis.
Land Lease Modelle (z. B. „Golden Teak“ oder „Premium Wood“): In neueren Modellen (ab ca. 2020) wurde explizit ein Pachtvertrag über die Landfläche abgeschlossen, auf der die Bäume standen. Die Life Forestry Switzerland AG trat hier oft als Vermittlerin auf, während die Pacht theoretisch gegenüber der landbesitzenden Tochtergesellschaft in Costa Rica wirksam sein sollte.
3. Woher stammten die Flächen?
Die Flächen wurden von der Life Forestry Group direkt auf dem costaricanischen Immobilienmarkt erworben. Bekannte Plantagen-Namen waren beispielsweise „La Aldea“ oder Flächen in der Provinz Alajuela.
Die Gruppe warb damit, „firmeneigene“ Plantagen zu bewirtschaften. Das bedeutet, sie traten nicht als bloße Zwischenpächter von fremdem Land auf, sondern die Tochtergesellschaften kauften die Areale (ehemaliges Weideland), um sie dann mit Teak aufzuforsten.
4. Die aktuelle Problematik durch den Konkurs
Seit dem Konkurs der Life Forestry Switzerland AG (November 2025) stellt sich für für uns Anleger ein Problem:
Vertragspartner-Verlust: Ihr Vertragspartner für die Pflege und den späteren Verkauf der Bäume (die Schweizer AG) existiert als operatve Einheit und Ansprechpartner nicht mehr.
Zugriff auf Costa Rica: Da das Land der costaricanischen S.A. gehört, haben Anleger keinen direkten Eintrag im dortigen Grundbuch. Ohne die Schweizer Muttergesellschaft, die die Fäden in der Hand hielt, ist es für Einzelanleger schwer, ihre Ansprüche auf das Holz oder die Nutzung des Bodens in Costa Rica gegenüber der dortigen S.A. durchzusetzen.
Zusammenfassend: Die Plantagen gehörten formal der Life Forestry Costa Rica S.A.. Die Anleger „pachteten“ diese Flächen indirekt über ihre Verträge mit der Schweizer AG oder spezielle Pachtmodelle, erhielten aber nie eigenes Grundeigentum.
Der Grundbesitz bleibt im Eigentum der Plantagengesellschaft (z. B. einer costaricanischen S.A.).
Das Baumeigentum: Sie erwerben eine bestimmte Anzahl an Bäumen (oft per GPS-Koordinaten oder Parzellen-Nummern identifiziert).
Ich selbst hoffe, daß aus dem Umkreis von der ehem. Geschäftsführung von und um Lambert Liesenberg, ehem. Life Forestry Schweiz sich eine neue Gesellschaft bilden kann, die unser Baumeigentum bis zum Verkauf weiter organisieren kann. Insofern wünsche ich Lambert Eisenberg und Kollegen in der unerfreulichen Situation für uns alle viel Kraft und Durchhaltenvermögen und ein come back.
Es wäre tatsächlich schön, wenn bestehende Projekte in Genossenschaften, GbRs o.Ä. Körperschaften überführt und zu ende geführt werden. Mir sind allerdings viele Aspekte völlig unklar. Selbst wenn uns all die Bäume gehören – wem gehört der Boden, auf dem sie wachsen? Wer unterhält die Forstwege? Wer sorgt für die Sicherheit? Wenn ich es richtig verstanden habe, hat die LF (bzw ihre Tochterfirma) das Land gepachtet bzw es gehört ihr.
Hr. Liesenberg schreibt in seiner Email vom 23.12, dass es ein Gutachten gibt, nach dem das Baumeigentum in Costa Rica unabhängig vom Grundeigentum besteht. Hat jemand von euch dieses Gutachten jemals gesehen? Im Anhang zur Email fand ich es jedenfalls nicht. Und das lässt mich ein schräges Spiel auf Zeit vermuten…
LG, Philipp
Hat irgend jemand eine Ahnung, wie es um die Life Forestry Foundation steht? Ich hatte im Oktober bei LF nachgefragt (weil deren Webseite nicht mehr erreichbar war; letzter Capture bei archive.org ist vom Januar diesen Jahres) und um die Zusendung des jährlichen Tätigkeitsberichts gebeten. Ich kann nur den vom 31.12.2023 finden (wieder über archive.org), und darin erscheint alles normal. Ist das Stiftungsvermögen total aufgebraucht, durch die Zahlungsrückforderungen der Anleger, die geklagt hatten?
Ich verstehe nicht, warum Volker schreibt „Life Forestry hat die Parzellen offenbar gepachtet.“ Woher kommt diese Behauptung? Ich will damit nicht sagen, daß es nicht stimmt, aber es wäre doch nett, wenn die Leute, die hier kommentieren, angeben worauf sie ihre Aussagen stützen.
Es ist klar, daß es mindestens 3 Gesellschaften gibt (LF Schweiz, Ecuador, Costa Rica); das ist auch so gesehen nicht ungewöhnlich, das wird oft gemacht, damit Probleme in einer Gesellschaft nicht die anderen mit in Schwierigkeiten bringen. Aber wie wirkt sich das hier aus? Zumal die schweizerische LF ja sozusagen das Herzstück ist?
Wie geht ihr alle jetzt mit dem zugeschickten Formular ans Gericht um? Ich verstehe da so gut wie gar nichts.
Ich hatte bislang immer angenommen, daß uns die Bäume ganz konkret gehören. Aber mittlerweile erscheint es mir so, als ob die Besitzurkunden mit Baumnummern nur das Äquivalent zu Aktien darstellen.
Auch Frage an die Redaktion: wollen da einige Strafanzeige gegen Hr. Liesenberg stellen? Aus welchem Grund? Und zu welchem Zweck?
Hallo liebe Mitinvestoren,
sehr bitter – wir sind hier richtig gut in Costa Rica mit Teakplantagen investiert und waren schon vor Ort.
Bei aller Profitabilität der Life Forestry GmbH unterstelle ich maximal eine erkennbare Fahrlässigkeit mit den juristischen Verträgen und stattgefundenen teuren Rückabwicklungen, Strafzahlungen an die Bafin und Anwaltskosten.
Ich könnte mir gut vorstellen, daß Lambert Liesenberg sich um eine Weiterführung der Plantagen mit einer separaten Firma bemüht und auf uns zu kommt.
Life Forestry hat die Parzellen offenbar gepachtet.
Unser Ziel muß es sein, daß diese nicht an die Ursprungs- Landeigentümer und Kommunen zurückgehen, da dann unsere Erträge aufwendig von denen erstreitet werden müßten.
Wir müßten jetzt zusammen gestärkt und wie oben vorgeschlagen rasch eine neue Betreiberfima finden, die sich um die Zahlung der Pachten und Betreiben der Ausforstung etc bis Verkauf kümmern kann.
Da würden nochmal Kosten auf uns zu kommen. Aber den Totalverlust vermeiden.
Die Forderung an Das Konkursamt könnten wir wohl nur im Zusammenhang mit einer Rückabwicklung einfordern.
Bis dahin wird das Verfahren möglicherweise geschlossen sein und eh nichts zu bekommen sein.
Ich werde hier weiter Infos sammeln und von befreundeten int. Juristen Tips einholen.
Laßt uns unbedingt in Kontakt bleiben, vielleicht einen VideoCall zusammenbringen.
Wir müssen unbedingt vermeiden, daß die Parzellen an fremde Eigentümer gehen.
Ich denke Mitte Januar wissen wir mehr.
Ja und damit sich das Konkursamt in Nidwalden sich nicht alles einverleibt sollte man eher ein Aussonderungsantrag beim Konkursamt Nidwalden erstellen, und keine Forderungseingabe, dann verliert man auch die Bäume.
Maximal als Fallback „hilfsweise die Forderung eingeben“ falls das Eigentum aberkannt werden sollte
Hallo Jan,
hast Du (hoffe das Du ist OK) diesen Aussonderungsantrag selbst gestellt oder über einen Rechtsanwalt?
Ich hadere etwas einen Rechtsanwalt einzuschalten, da ich am Ende dann ggf. nicht nur mit einem Totalverlust dastehe sondern auch noch den Anwalt bezahlen kann.
Besten Dank im Voraus
Hallo Jan, ich sehe das ähnlich. Hast Du (ich hoffe die Anrede ist OK) oder jemand einen konkreten Schritt-für-Schritt Plan? Was soll man als Forderung beim Konkursamt angeben?
Meine Forderung ist lediglich eine Urkunde über 100 Bäume (von denen etwa 50 noch existieren); das letzte was ich brauche sind 100 Baumstämme vor meiner Tür mit einer Rechnung für Abholzung und Transport. Andererseits sind potentielle Anwaltskosten ziemlich hoch im Vergleich zum möglichen Streitwert.
Hi Aron und Philipp,
ich gehe diesen Schritt jetzt ohne Anwalt, auch wenn ich eine Rechtsschutzversicherung hätte. Habe in der Vergangheit keine so guten Erfahrungen gemacht. Auch die Anwälte, die sich hierzu im Netz positionieren, formulieren eine Zielstellung die meiner Einschätzung nach weder sinnvoll erscheint noch den Tatsachen entspricht. Darum mache ich das nun selbst. Aufgrund der Feiertage habe ich in Nidwalden jedoch niemanden erreicht, da ich in Erfahrung bringen wollte, ob die Eingabe auch per Mail funktioniert.
Schildert mal einer der einschlägigen KIs den Fall und ladet noch einen Vertrag und die AGB hoch und fragt nach einer Strategie.
Ich habe die Strategie Richtung ein wenig beeinflusst, da ich, angenommen, dass die Bäume wirklich unsere sind (Baumregister), nicht davon aussgehe, von meiner Forderung viel wiederbekommen zu können.
Wichtig wird es sein, dass wir Baumeigner uns irgendwie sinnvoll organisieren, daher unterstütze ich auch die Vorschläge aus der LF Mail.
Was soll ich mit max 5-10% meiner Investition, wenn in Südamerika über 400 gesunde Bäume stehen. Da kommen ein paar m³ zusammen.
Weiterhin schöne Feiertage
Hallo Jan, danke für die Erläuterungen!
Ich habe ChatGPT den Kaufvertrag und die AGB gegeben, und es aufgefordert, im Netz zusätzlich zu recherchieren. Es ist fest davon überzeugt, dass die Baumurkunde von LF kein Eigentum im Sinne des costa-ricanischen Eigentumsrechts darstellt solange das Eigentum nicht notariell bestätigt wurde. Die Bäume wachsen auf dem Grund, der von der LF kontrolliert wird, und gehören damit LF nach dortigem Bodenrecht. Die Baumregister und -zertifikate sind ein LF-internes Instrument, und stellt lediglich eine Vereinbarung zwischen mir und LF dar. Sie hat keine Wirksamkeit gegenüber Dritten. Sobald LF liquidiert wird, verliert die Urkunde jegliche Bedeutung. Darüber hinaus, geht ChatGPT davon aus, dass das Konkursamt die Bäume als Eigentum der LF (bzw ihrer Töchter) betrachten wird, und somit als Teil der Konkursmasse.
Als Strategie wird vorgeschlagen, den Kaufpreis (+Zinsen) als Forderung gegenüber LF zu deklarieren, und vom Widerrufsrecht Gebrauch zu machen.
Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr irgendwelche Dokumente, die NICHT von der LF ausgestellt wurden und gegenüber Dritten gültig sind? Mir scheint die LF-Strategie suspekt, dass sie so tun als wären die Bäume unser Eigentum.
PS: Ich sollte erwähnen, dass ich in Terra Verde, Pflanzjahr 2008 investierte
Hallo Philipp, ich denke deine vorgeschlagene Strategie den Kaufpreis plus Zinsen als Forderung beim Konkursamt einzubringen und ggf. das Widerrufsrechts einzufordern ganz schlüssig. Welchen Zionsatz könnten wir hier ansetzen ? Derzeit als ich investierte war von ca. 12 % die Rede, wobei hier der Zinssatz aufgrund der Preisentwicklung wohl eher noch höher anzusetzen sind. Gibt es ggf. einen Weg, die Forderung auch via sicherer email Übertragung oder Fax zum Konkursamt zu übersenden ?
LG, Stefan
Hallo Stefan,
im word-doc, welches als Anhang zu den letzten LF-Mails kam, wurden standardmässig 5% Verzugszinsen genannt, mit Verweis auf irgendeine Schweizer Regelung. Ich habe die 5% in die Forderung übernommen.
Danke! Habe gerade erst die Schreckensnachricht bekommen und bin so sauer – neben der Sorge. All diese Leute, die kalte Füße bekamen und ihr Geld zurück wollten, haben doch sicher uns allen geschadet. Auch danke für die ausnahmsweise mal sachliche und nicht herabschauende Beschreibung; so viel „Info“ im Web über LF ist von Anwälten, die Hr. Liesenberg einfach nur verteufeln. Und Verurteilungen von soooo viel intelligenteren Leuten, die ja nieeee von ihm Bäume gekauft hätten. Neee, lieber in fossile Brennstoffe investieren…
Liebe Baumanleger bei Life Forestry!
Auch ich habe gestern per Mail die Information erhalten. Stelle mir nun die Frage wie es weiter gehen kann. Einerseits wird in dem Schreiben mitgeteilt Geduld zu haben, denn die Bäume „sollten“ uns gehören und die Vermarktung und der Holzabbau soll weitergehen. (aber wie??) Auf der anderen Seite sollte man seine Forderungen beim Konkursverfahren anmelden! Hier sehe ich jedoch nur geringe Wahrscheinlichkeit zum eingesetzten Kapital zu kommen.
Ich selbst habe 2013 Bäume gekauft, die laut damaliger Information und meiner Rückfrage per Mail bereits vor 2 Jahren vermarktet werden sollte. Ich wurde auf Frühjahr 2026 vertröstet!
Liebe Gemeinde bitte um Information wie ihr weiter vorgeht!
Peter, hast Du Dir die Plantagengutachten Deiner Bäume angeschaut? Die erste Endernte einiger meiner Bäume (habe 1000, in 5 verschiedenen Plantagen) ist erst in 2030, aber ich war froh, daß es keine Ausdünnung geben mußte und daß sie alle noch ein paar Jahre Wachstum vor sich haben. Alle meine Bäume in Ecuador sind leider etwas dünner als erwartet, aber die in Costa Rica ziemlich genau so dick wie sie sein sollten. Die Weltlage (Kriege, Tarife, Protektionismus, etc.) ist in der Tat seit 2020 nicht so gut für Teak. (Habe mehrere Berichte gelesen, von den World Teak Konferenzen und anderen Orgs, und die ITTO Newsletter, die auf der LF Webseite hinterlegt sind.)
Habe den ganzen Sonntag mit Nachforschungen verbracht und entschieden, darauf zu warten, was Herr Liesenberg auf die Beine stellt. Ich hege die Hoffnung, daß der Konkurs ein Ende der Rückforderungen darstellt (all derer, die offenbar Schwierigkeiten hatten, Kaufverträge zu lesen…), und daß es eine Phönix-artige Übernahme unserer Bäume durch eine Nachfolge-Gesellschaft gibt.
Übrigens: die Webseite des Konkursgerichts teilt mit, daß es 7 Tage vor und nach Weihnachten nicht arbeitet.
Hallo SMS!
Ich sehe die Sache ähnlich wie du! Es war geplant dass die erste Endernte (Santa Barbara I und Santa Cristina beide Pflanzjahr 2003) 2023 stattfinden sollte, aber aufgrund Corona- Nachwirkungen, teure Container und laut Plantagengutachten noch zusätzlichem für die Vermarktung besserem Wachstum wurde diese um 1-2 Jahre ausgesetzt. Im Oktober 25 wurde ich von der geplanten Endernte informiert. (Gemeinsam mit der Information über Rückforderungen anderer „Investoren“.) Auch bei mir hat es KEINE vorzeitige Ausdünnung und angekündigte Teilvermarktung gegeben!
Ja auch ich habe 2012-2015 mit meiner Meinung nachhaltiger Investition mit 850 Bäumen auf 4 unterschiedlichen Plantagen in die Zukunft investiert. Life Forestry-Gemeinde bleiben wir in Kontakt!
LG Peter