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Life Forestry Switzerland AG: Anleger haben ein Recht auf Transparenz – und genau daran fehlt es bis heute

GraphicMama-team (CC0), Pixabay
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Eines ist aus unserer Sicht völlig unstreitig: Die Anleger der Life Forestry Switzerland AG haben ein Recht auf Transparenz. Nicht auf Beruhigungspillen, nicht auf wohlklingende Formulierungen, nicht auf juristisch weichgespülte Erklärungen – sondern auf klare, nachvollziehbare und belegbare Fakten.

Und genau hier beginnt nach unserer Auffassung das eigentliche Problem bei der Life Forestry Switzerland AG (LFS).

Denn was dort offenbar unter Transparenz verstanden wird, wirkt seit Jahren eher wie ein anderes Modell: Mauern, Verzögern und nur das zugeben, was sich ohnehin schwarz auf weiß nicht mehr wegdiskutieren lässt. Alles andere bleibt im Nebel. Und genau dieser Nebel ist es, der bei uns – und vor allem bei vielen betroffenen Anlegern – seit langer Zeit massive Zweifel auslöst.

Über 200 Millionen Euro sollen im Laufe der Jahre eingesammelt worden sein. Das ist keine Kleinigkeit. Das ist kein kleines Nischenprojekt. Das ist eine Größenordnung, bei der man erwarten darf – nein, erwarten muss –, dass zu jeder wesentlichen Frage belastbare Unterlagen existieren und offengelegt werden können.

Denn wenn über 200 Millionen Euro Anlegergeld eingesammelt wurden, dann muss man den Anlegern auch endlich einmal detailliert nachweisen können:

  • Wie viele Bäume wurden tatsächlich erworben?
  • Auf welchen Plantagen stehen diese Bäume konkret?
  • Wem gehören diese Plantagen rechtlich tatsächlich?
  • Wer hat welche Nutzungs- oder Verfügungsrechte?
  • Was wurde in all den Jahren aus den Beständen bereits verwertet?
  • Welche Einnahmen wurden aus Teakholz-Verwertungen erzielt?
  • Wie wurden diese Mittel verwendet?

Über all diese Punkte muss es nachweisbare Unterlagen geben. Grundstücksunterlagen. Kaufverträge. Bewirtschaftungsverträge. Ernte- und Verwertungsnachweise. Zahlungsflüsse. Dokumentationen. Wenn ein Geschäftsmodell real und wirtschaftlich tragfähig ist, dann existieren solche Unterlagen. Punkt.

Offengelegt werden sie aber bis heute nicht in der Form, wie es Anlegern gegenüber eigentlich selbstverständlich wäre.

Und genau deshalb stellen wir uns seit Jahren dieselbe Frage:

Warum eigentlich nicht?

Wir haben übrigens niemals bestritten, dass es Plantagen gibt. Das wäre auch Unsinn. Natürlich musste man etwas vorweisen. Natürlich sind irgendwo Plantagen vorhanden. Aber genau darum geht es nicht.

Die entscheidende Frage lautet vielmehr:

Sind überhaupt genügend werthaltige Plantagen und genügend Teakholzbestände vorhanden, um den fast 7.000 Anlegern wenigstens ihr eingesetztes Kapital zurückzuzahlen – selbst dann, wenn man sämtliche Gewinnversprechen einmal komplett außen vor lässt?

Das ist die Kernfrage.

Denn wenn sich irgendwann herausstellen sollte, dass von Beginn an zu wenig Bäume, zu wenig wirtschaftlich verwertbare Bestände oder zu wenig werthaltige Plantagen vorhanden waren, um überhaupt nur das eingezahlte Kapital zu decken, dann muss man über diesen Fall möglicherweise in eine ganz andere Richtung nachdenken.

Und genau deshalb wollen wir für die Mitglieder der IG LFS jetzt endlich Klarheit.

Wir wollen Klarheit darüber,

  • was mit den Plantagen tatsächlich ist,
  • wie diese tatsächlich bewirtschaftet wurden,
  • welche Verwertungen von Teakholzbeständen tatsächlich stattgefunden haben,
  • welche Erlöse tatsächlich erzielt wurden,
  • und wie die rechtlichen und wirtschaftlichen Strukturen im Hintergrund wirklich aussehen.

Besonders spannend ist dabei aus unserer Sicht auch ein weiterer Punkt, der bislang viel zu wenig beleuchtet wurde:

Was ist eigentlich mit der Life Forestry Foundation in Liechtenstein?

Nach Auskunft zahlreicher Anleger soll gerade diese Stiftung in Liechtenstein für die Bewirtschaftung der Plantagen zuständig gewesen sein. Wenn das so ist, dann stellt sich eine sehr einfache, aber äußerst berechtigte Frage:

Warum gründet man jetzt eine neue Struktur oder eine neue Gesellschaft, wenn die Life Forestry Foundation in Liechtenstein noch existiert?

Denn eines ist klar:
Die Life Forestry Foundation ist – soweit bekannt – nicht insolvent.

Also warum eine neue Form?
Warum eine neue Konstruktion?
Warum neue Hüllen, wenn die alte juristische Hülle offenbar noch da ist?

Auch das ist ein Punkt, der bei uns seit längerer Zeit für erhebliche Nachdenklichkeit sorgt.

Und dann gibt es da noch ein weiteres Thema, das man aus unserer Sicht nicht einfach unter den Teppich kehren kann.

Im Unternehmensgeflecht rund um Life Forestry taucht seit Jahren eine Person auf, die in Deutschland in der Vergangenheit als Diamantenbetrüger verurteilt worden sein soll. Das ist kein Vorwurf aus der Luft, sondern ein Umstand, der seit Jahren im Raum steht und über den wir bereits berichtet haben.

Wir hatten dazu sogar den Rechtsanwalt der betreffenden Person angeschrieben. Der Hinweis aus anwaltlicher Sicht war erwartbar und im Grundsatz auch völlig richtig: Die Verurteilung liege über 20 Jahre zurück, und selbstverständlich habe ein Mandant auch ein Recht auf Vergessen.

Das ist juristisch und menschlich zunächst einmal absolut nachvollziehbar.

Aber:
Im konkreten Fall könnte die Sache eben möglicherweise anders liegen.

Warum?

Weil die Life Forestry ebenfalls seit rund 20 Jahren existiert.

Und genau deshalb kann man – wohlgemerkt: spekulativ – zumindest die Frage stellen, ob es sich hier möglicherweise um eine Art Nachfolgemodell gehandelt haben könnte, mit dem nach früheren Vorgängen ein neues wirtschaftliches Auskommen geschaffen wurde.

Wir betonen ausdrücklich:
Das ist zum jetzigen Zeitpunkt Spekulation.

Aber es ist eine Spekulation, die sich aus der zeitlichen Nähe und aus den personellen Überschneidungen eben nicht völlig aus der Welt wischen lässt. Und genau deshalb gehört auch dieser Aspekt sauber geprüft und nicht einfach mit dem Hinweis „ist doch lange her“ abgeräumt.

Wir in der Redaktion hoffen deshalb sehr, dass wir nach der bevorstehenden Reise und den dort geplanten Recherchen deutlich mehr Klarheit bekommen. Möglicherweise wird man danach in der Lage sein, eine abschließende und belastbare Bewertung dieses gesamten Vorgangs vorzunehmen.

Bis dahin bleibt unsere Haltung klar:

Die Anleger haben ein Recht auf Wahrheit.
Ein Recht auf Transparenz.
Ein Recht auf Unterlagen.
Ein Recht auf Antworten.

Und wenn ein Unternehmen über Jahre mehr als 200 Millionen Euro eingesammelt hat, dann ist es keine Unverschämtheit, nachzufragen, wo genau das Geld hingegangen ist, was genau damit angeschafft wurde und ob die wirtschaftliche Substanz tatsächlich ausreicht, um wenigstens den Kapitaleinsatz der Anleger abzubilden.

Wer bei solchen Summen Transparenz verweigert oder nur scheibchenweise liefert, darf sich über Misstrauen nicht wundern.

Zum Schluss noch eines in eigener Sache:
Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich an der Kriegskasse beteiligt haben. Auch wenn die Mittel knapp sind – wir werden diese zielgerichtet einsetzen, um genau das zu tun, was seit Jahren fehlt:

Klarheit schaffen.

Denn genau darum geht es.
Nicht um Gerüchte.
Nicht um Emotionen.
Sondern um belastbare Fakten.

Und die schuldet man den Anlegern schon lange.

Wenn du willst, mache ich dir jetzt sofort noch eine noch schärfere Version mit einer richtig starken Headline, z. B.:

„200 Millionen Euro, 7.000 Anleger – und bis heute keine echte Transparenz bei Life Forestry“

oder noch härter:

„Life Forestry Switzerland AG: Wenn Transparenz offenbar nur heißt, so lange zu mauern, bis es nicht mehr anders geht“

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