Startseite Allgemeines Leipzig-Probstheida weint. Havelse lacht. Und der DFB… zählt Briefmarken.
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Leipzig-Probstheida weint. Havelse lacht. Und der DFB… zählt Briefmarken.

Kaufdex (CC0), Pixabay
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Ja, Lok Leipzig hat’s wieder getan. Mal wieder Relegation, mal wieder Tränen, mal wieder nichts mit Aufstieg. Kapitän Djamal Ziane weinte bittere Tränen in Havelse, während der örtliche Dorfchor vermutlich bereits die dritte Strophe des Klassikers „3. Liga, wir kommen!“ einübte.

0:3. In Worten: Null. Zu. Drei.
Nicht mal ein Ehrentor, dafür aber jede Menge Drama, zwei Platzverweise und ein emotionales Interview, das selbst Shakespeare erröten ließe.

Ziane: „Kein Verständnis“ – und 83 % der Fußballnation so: same.

Während die Havelse-Fans auf dem Rasen die taktische Überlegenheit ihrer Mülltonnen-Balljungen bejubelten, verlor Ziane im MDR die Contenance:

„Wenn du im Anzug auf deinem Bürostuhl sitzt und irgendeine Scheiße entscheidest…“

– Sätze, die man sich beim DFB vermutlich gleich neben die Kaffeemaschine hängt. In Comic Sans. Mit Büroklammer-Emoji

Sportchef Wachsmuth wünscht sich kollektives Hinschauen

„Ich hoffe, dass heute jemand hingeschaut hat.“

Spoiler: Hat niemand. Außer vielleicht ein Schiri-Beobachter mit Fernstudium in Nebelkerzenkunde und die Kameradrohne, die in Minute 113 zufällig nur die Bierverkäuferin im Bild hatte.

Trainer Seitz: „Schiri ist Bundesliga! Da erwartet man was anderes!“

Was genau, bleibt unklar. Vielleicht hellseherische Fähigkeiten? Ein Regelbuch mit Lesezeichen? Oder wenigstens, dass man erkennt, wann es Freistoß gibt, bevor man wild Gelb-Rot in den Sonnenuntergang wedelt.

Und Havelse?

Naja. Clever, effizient, brutal unromantisch. Die trafen einfach – und zwar dreimal, während Leipzig emotional bereits bei „My Heart Will Go On“ war. Düker, Ilic, Paldino – drei Namen, die man sich in Leipzig künftig als Allergietest aufsagt.

Pasqual Verkamp und Luc Elsner flogen in der Schlussphase noch runter – quasi als Bonusmaterial für die Relegations-DVD.


Trainer Seitz, der Mann mit dem Mut zur Metapher:

„Wir schütteln uns im Bus und sind stolz.“

Bleibt zu hoffen, dass der Bus wenigstens durchkommt – bei so viel Tränen auf der Fahrbahn besteht akute Rutschgefahr.


Fazit in drei Sätzen:

  • Lok wollte aufsteigen.

  • Der DFB wollte Relegation.

  • Havelse wollte einfach nur gewinnen – und tat’s.

Aber hey: Immerhin Meister, Pokalsieger und Emotionen wie beim Finale von Deutschland sucht den Aufstieg.

Probstheida lebt. Nur halt weiterhin in Liga vier

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