Frankreich atmet auf – ein kleines bisschen. Der bisherige Premier Sébastien Lecornu hat seinen politischen Werkzeugkoffer gepackt und dem Präsidenten mitgeteilt: Ich bin raus, aber keine Sorge – es gibt noch Hoffnung! Nach einem Krisengipfel mit Emmanuel Macron sagte er sinngemäß: Ich bin dann mal weg, aber ihr schafft das schon.
„Premier frei, bitte zugreifen!“
In der besten Sendeslot-Tradition erklärte Lecornu live bei France 2, dass ein neuer Premierminister in Sicht sei – irgendwo da draußen, zwischen politischen Wunschzetteln und Haushaltsplänen. Innerhalb von 48 Stunden könne Macron jemanden ernennen. Ob das jemand aus der linken Opposition, der rechten Reservebank oder einfach Gérard Depardieu in Verkleidung sein wird, ließ er offen.
„Mission beendet“ – der Ex-Premier verabschiedet sich mit Stil
Lecornu, der politisch gesehen eher ein One-Hit-Wonder war (sein Kabinett hielt etwa so lange wie ein Macaron in einer Kindergartentasche), kündigte seinen Rückzug mit den Worten an: „Meine Mission ist heute Abend beendet.“ Hollywood hätte es nicht besser inszeniert. Vielleicht wird er jetzt UNO-Beobachter oder TGV-Schaffner – Hauptsache, keine Budgetverhandlungen mehr.
Frankreich zwischen Etat und Etat d’urgence
Der Kern des Chaos: ein fetter Streit um den Staatshaushalt, Rentenreformen und eine mögliche Wiedereinführung der Vermögenssteuer – kurz gesagt: Die einen wollen sparen, die anderen wollen abkassieren, und Macron steht dazwischen wie ein Vater auf einem Kindergeburtstag ohne Clown.
Opposition: „Wir helfen gerne – solange wir regieren dürfen.“
Die Sozialisten, mit Parteichef Olivier Faure an der Spitze, zeigen sich kooperationsbereit – solange sie selbst das Sagen haben. Ein bisschen helfen wollen sie also schon. Aber nicht beim Aufräumen, sondern beim Einziehen.
Elysée bleibt vage, aber optimistisch
Eine klare Ansage aus dem Präsidentenpalast gab es Mittwochabend nicht. Nur so viel: In spätestens 48 Stunden soll es einen neuen Premier geben. Vielleicht sogar einen, der freiwillig bleibt.
Fazit:
Frankreich bleibt sich treu – voller politischer Leidenschaft, etwas Drama und einem ständigen Gefühl, dass der nächste Premier schon in der Warteschlange beim Bäcker stehen könnte.
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