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Lebensmittelpreise in den USA sorgen für Stress – und verändern das Einkaufsverhalten

PublicDomainPictures (CC0), Pixabay
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US-Bürgerinnen und Bürger sind zunehmend besorgt über die steigenden Kosten für Lebensmittel. Laut einer aktuellen Umfrage des AP-NORC Center geben mehr als die Hälfte (53 %) der Befragten an, dass sie die Preise im Supermarkt als „große Belastung“ empfinden. Weitere 33 % bezeichnen sie als „kleine Belastung“. Nur 14 % machen sich darüber keine Sorgen – ein klares Signal für die anhaltende Unsicherheit in der Bevölkerung.

Trumps Versprechen – die Realität hinkt hinterher

Obwohl US-Präsident Donald Trump im Wahlkampf 2024 versprach, die Lebensmittelpreise zu senken, ist davon bislang wenig zu spüren. Viele Konsumenten haben den Eindruck, dass es eher teurer geworden ist – und das trotz einer offiziellen Inflation bei Lebensmitteln von „nur“ 2,4 % im Vergleich zum Vorjahr.

Besonders betroffen: Produkte wie Eier, Rindfleisch, Orangensaft und Kaffee, deren Preise durch Wetterextreme, Lieferengpässe und – laut Experten – durch neue Trump-Zölle auf Importe zusätzlich steigen.

Geldbeutel zu – Einkaufsverhalten verändert sich

Die Reaktion der Konsumenten ist deutlich:

  • Man kauft weniger Snacks,

  • greift zu kleineren Verpackungen,

  • nutzt mehr Rabattcoupons,

  • lässt nicht lebensnotwendige Artikel im Regal liegen

  • und isst wieder mehr zu Hause statt im Restaurant.

Ein Zeichen für einen wirtschaftlichen Abschwung, sagen Ökonomen. Unternehmen wie Kroger und Mondelez (Oreo, Chips Ahoy) berichten von sinkendem Umsatz und wachsender Vorsicht bei den Kund*innen – auch in einkommensstarken Haushalten.

Wirtschaft im Zwielicht – Handelskrieg als Risiko

Ökonomen wie David Ortega von der Michigan State University sehen in Trumps Zollpolitik einen wesentlichen Unsicherheitsfaktor: „Die Leute spüren die Preise im Supermarkt sofort. Das prägt ihr ganzes Gefühl für die wirtschaftliche Lage.“

Viele Unternehmen hätten zu Jahresbeginn Lager aufgestockt, um sich vor Zollerhöhungen zu schützen. Doch diese Vorräte gehen zur Neige – und mit ihnen die Preisstabilität. Die Folge: Unternehmen importieren weniger, was mittelfristig die Auswahl in den Regalen verringert und die Preise weiter hochtreiben könnte.


Fazit:

Trump hatte versprochen, den Einkaufswagen wieder bezahlbar zu machen. Doch statt Preisstabilität herrscht vor allem eines: Verunsicherung – bei Verbraucher*innen, Unternehmen und Ökonomen gleichermaßen. Und die Kassenzettel sprechen eine klare Sprache: Günstiger wird’s so schnell nicht.

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