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Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg

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Wenn am Sonntag in Brandenburg und Sachsen ein neuer Landtag gewählt wird, geht es um mehr als um die Zukunft in diesen beiden deutschen Bundesländern, nämlich um einen Gradmesser für den derzeitigen Umbruch in der deutschen Politiklandschaft.

Die Koalition von Union und SPD auf Bundesebene wackelt seit Monaten und beide Parteien sind mitten in einem Generationenwechsel. Die Grünen könnten auch im Osten zu einem ersten Höhenflug ansetzen. Im Fokus steht aber vor allem die rechtspopulistische AfD, die in beiden Ländern in Schlagweite zum ersten Platz liegt.

In Brandenburg zeichnet sich laut letzten Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke und der AfD ab.

Beide Parteien liegen bei 21 bis 22 Prozent, mit leichten Vorteilen für die SPD. Die CDU kommt auf 16 bis 18 Prozent. Linke (15 Prozent) und Grüne (14 bis 15) rangieren knapp dahinter. FDP und Freie Wähler kratzen an der Fünfprozentmarke und müssten um den Einzug in den Landtag zittern. Die rot-rote Regierungskoalition hätte damit keine Mehrheit mehr.

In Sachsen hingegen baute die CDU von Ministerpräsident Michael Kretschmer mit 29 bis 32 Prozent der Stimmen ihren Umfragevorsprung auf die AfD mit rund 25 Prozent aus.

Mit einem Stimmenanteil von lediglich acht bis neun Prozent findet sich die SPD hinter Linken (14 bis 15 Prozent) und Grünen (elf Prozent). Auch dort müssten FDP (fünf Prozent) und Freie Wähler (vier Prozent) bangen. Die schwarz-rote Koalition in Sachsen könnte damit ebenfalls nicht mehr weiterregieren.

Welche Auswirkungen das Wahlergebnis dann auf die Koalition in Berlin haben wird, das ist auch eine spannende Frage, zu der in den nächsten Tagen sicherlich eine lebhafte Diskussion losgehen wird.

Und das auch aus dem Grund, da die SPD einen neuen Vorsitzenden sucht. Bewerber gibt es derzeit genug, darunter welche, die so schnell wie möglich aus der Koalition in Berlin herauswollen. Genau für diese Kandidaten könnte ein schlechtes Ergebnis der SPD bei den genannten Landtagswahlen „Wasser auf die Mühlen“ sein. Sie werden den sofortigen Ausstieg aus der Berliner Koalition verlangen.

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