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KTM-Pleite: Gläubiger fordern zwei Milliarden – und KTM gibt Gas in die Krise

geralt (CC0), Pixabay
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Die legendäre Motorradschmiede KTM hat sich in eine Kurve gelegt, aus der es schwer wird, wieder herauszukommen: Beim Sanierungsverfahren wurden Forderungen in schwindelerregender Höhe von rund 2,2 Milliarden Euro angemeldet – und das ist keine Stunt-Show, sondern bittere Realität. Immerhin wurden etwa 1,7 Milliarden Euro anerkannt, berichteten Gläubigerschutzverbände nach der Prüfungstagsatzung am Landesgericht Ried.

Benzingeruch und Millionenforderungen

Neben Banken, die KTM wohl nicht nur wegen ihrer Rennsport-Leidenschaft lieben, fordern auch Mitarbeiter mehr als zwölf Millionen Euro. Und die Liste der Gläubiger wird wohl noch länger – schließlich ist es immer noch ein Rennen um jeden Euro.

Finale am 25. Februar: Gibt’s eine Rettung oder bleibt nur das Ersatzteillager?

Der große Showdown findet am 25. Februar statt, wenn die Gläubiger darüber abstimmen, ob sie sich mit einer Sanierungsquote von 30 Prozent zufriedengeben. KTM verspricht, das Geld innerhalb von zwei Jahren zu zahlen – quasi ein Finanzierungsplan mit langem Bremsweg.

Neuer Fahrer am Steuer: CEO-Wechsel für mehr Vertrauen?

Um die Skepsis der Gläubiger zu mildern, wechselt Stefan Pierer aus der Pole-Position in die Co-Pilot-Rolle. Gottfried Neumeister übernimmt die Steuerung von KTM und dem Mutterkonzern. Ob das reicht, um den angeschlagenen Rennstall auf Kurs zu halten, bleibt abzuwarten.

Investoren in den Startlöchern – oder nur heiße Luft?

Der KTM-Konzern behauptet, es gäbe mehrere Interessenten, die bereit wären, finanzielle Mittel lockerzumachen. Wer diese Investoren sind und ob sie KTM wirklich ins Ziel bringen oder nur mit Spritgeld winken, ist allerdings noch unklar.

1,3 Milliarden Euro Schulden allein bei Banken – da hilft kein Wheelie mehr!

Die größte Herausforderung bleibt der Schuldenberg: Allein 1,3 Milliarden Euro Schulden soll KTM bei Banken haben – ein Betrag, für den man sich locker eine ganze MotoGP-Saison kaufen könnte.

Ob KTM sich mit einer spektakulären Rettung zurück auf die Rennstrecke katapultiert oder endgültig im Kiesbett landet, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Bis dahin heißt es für alle Beteiligten: Helm auf, tief durchatmen und hoffen, dass KTM nicht endgültig aus dem Rennen fliegt.

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