In Frankreich wird derzeit gegen drei Männer ermittelt, die offenbar dachten, man könne sich den Weg zum Reichtum auch einfach abkürzen – mit Sturmhaube und Handfeuerwaffe.
Die maskierten Möchtegern-Gangster stürmten am Donnerstag eine Wohnung in Saint-Mandé bei Paris, nahmen ein Paar fest und misshandelten es. Ihr Ziel: angeblich der Chef von Binance France. Ihr Problem: Er wohnte dort gar nicht.
Statt Blockchain gab’s Betonschlafzimmer. Statt Millionen-Transfer nur eine ziemlich schlechte Google-Maps-Recherche.
Doch die Herren ließen sich von der kleinen Panne nicht beirren. Rund 20 Kilometer weiter suchten sie ihr Glück bei einer anderen Familie. Dort wurde eine Frau mit dem Griff einer Waffe attackiert – während einer der Täter am Telefon frustriert feststellte, man sei „nicht an der richtigen Adresse“. Man möchte ergänzen: weder geografisch noch kriminell-karrieretechnisch.
Frankreich erlebt seit Monaten eine Serie von Überfällen auf Personen mit Krypto-Bezug. Offenbar gilt: Wo digitale Coins flimmern, wittern manche analoge Ganoven schnelles Bargeld. Bereits im Jänner wurde ein Mitgründer der Krypto-Firma Ledger entführt, im Mai traf es den Vater eines wohlhabenden Krypto-Investors – in beiden Fällen setzten die Täter auf drastische Methoden, inklusive Finger-Amputation als „Verhandlungsargument“.
Die Moral der Geschichte? Kryptowährungen sind zwar digital, doch die Risiken offenbar erschreckend analog. Und wer mit der Brechstange nach Bitcoin sucht, landet am Ende womöglich nur im Polizeibericht – mit der falschen Adresse.
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