Die US-Comedyshow „Saturday Night Live“ (SNL) hat in ihrer jüngsten Ausgabe die Entlassung von Kristi Noem als Ministerin für Heimatschutz satirisch aufgegriffen.
In der sogenannten Cold Open der Sendung vom 7. März war eine fiktive Pressekonferenz zu sehen. Dabei verkörperte Ashley Padilla die frühere Ministerin, während Colin Jost in die Rolle von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth schlüpfte.
Zu Beginn des Sketches erklärte Jost als Hegseth, Noem sei gewissermaßen „unter den Bus geworfen“ worden. Kurz darauf betrat Padilla als Noem die Bühne und stellte klar, sie sei keineswegs entlassen worden.
„Ich möchte nur klarstellen, dass ich nicht gefeuert wurde“, sagte sie in der Parodie. „Ich habe mich selbst abgeschoben.“
Außerdem bemerkte die Figur ironisch, sie müsse nun ihre „Dienstmarke, Waffe, Lippen, Wimpern, Zähne und Stirn“ abgeben – eine Spitze gegen mutmaßliche Schönheitsoperationen.
Politischer Hintergrund
US-Präsident Donald Trump hatte am 5. März angekündigt, dass der republikanische Senator Markwayne Mullin aus Oklahoma Noem als Minister für Heimatschutz ersetzen soll. Die Amtsübernahme ist für den 31. März vorgesehen.
Der Personalwechsel folgte auf mehrere Anhörungen im Kongress, bei denen Noem unter anderem wegen einer 220 Millionen Dollar teuren Werbekampagne kritisiert wurde, in der sie selbst prominent in Erscheinung trat. Noem erklärte, Trump habe die Kampagne gebilligt. Der Präsident sagte jedoch laut Reuters, er habe davon nichts gewusst.
Weitere politische Seitenhiebe
Der Sketch griff zudem die US-Militäroperationen im Iran auf. In der Parodie verteidigte Josts Figur Hegseth das Vorgehen der Regierung und machte sich zugleich über die Bezeichnung „Krieg“ lustig.
Ryan Gosling als Gastgeber
Durch die Sendung führte Ryan Gosling, der damit bereits zum vierten Mal als Moderator bei „Saturday Night Live“ auftrat. Für einen Überraschungsmoment sorgte außerdem Harry Styles, der während Goslings Monolog plötzlich im Publikum erschien.
In der kommenden Woche soll Styles selbst die Show moderieren und zugleich als musikalischer Gast auftreten. Anlass ist unter anderem die Veröffentlichung seines neuen Albums „Kiss All the Time. Disco, Occasionally“.
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