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KONTAX startet zweite Crowdinvesting-Runde – Rendite mit Risiko

WOKANDAPIX (CC0), Pixabay
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Nur noch wenige Tage bleibt Zeit, um in die zweite Finanzierungsrunde der KONTAX Gruppe zu investieren. Das Unternehmen gilt als eines der am schnellsten wachsenden Akteure im steuerberatenden Dienstleistungssektor und wurde 2025 sogar in die renommierte FT1000-Liste der Financial Times aufgenommen. Nun will KONTAX weiter expandieren – mit frischem Kapital aus der Crowd.

Anleger:innen werden mit einem Fixzins von 7,50 % p.a. bis zum 31.12.2030 angelockt. Doch hinter den vielversprechenden Zahlen steckt eine Anlagemöglichkeit, die trotz professioneller Außenwirkung nicht ohne erhebliche Risiken ist.


Ein Geschäftsmodell mit Zukunft – aber kein Selbstläufer

KONTAX verfolgt eine sogenannte „Buy-and-Build“-Strategie: Kleine und mittelgroße Steuerkanzleien, die mangels Nachfolge vor der Schließung stehen, werden übernommen, integriert und digitalisiert. Ziel ist es, Mandanten zu sichern und junge Fachkräfte langfristig zu binden. Im Gegensatz zu vielen klassischen Steuerkanzleien gelingt es KONTAX offenbar, die Herausforderungen von Fachkräftemangel und Generationenwechsel strukturiert zu lösen.

Das Unternehmen zeigt aktuell solide Zahlen: Über 10 Mio. Euro Jahresumsatz, 120 Mitarbeitende und eine beachtliche EBITDA-Rendite von 17 %. Die erste Crowdinvesting-Kampagne wurde erfolgreich abgeschlossen – nun folgt Kampagne #2 mit einem Fundinglimit von 300.000 Euro. Knapp über 162.000 Euro wurden bis heute gezeichnet.

Beteiligung mit Nachrang – was viele Anleger übersehen

So überzeugend das Geschäftsmodell auch klingen mag, sollten potenzielle Investor:innen das Risiko der Anlageform keinesfalls unterschätzen. Bei der angebotenen Beteiligung handelt es sich um ein qualifiziertes Nachrangdarlehen – eine Form der Unternehmensfinanzierung, bei der Anleger im Insolvenzfall nachrangig bedient werden. Das bedeutet konkret: Bevor sie auch nur einen Euro zurückbekommen, müssen alle anderen Gläubiger vollständig bedient worden sein.

Hinzu kommt: Bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten – also auch ohne formelle Insolvenz – kann die Rückzahlung gesetzlich ausgeschlossen werden. Ein Rückforderungsanspruch entfällt in solchen Fällen.

👉 Das Risiko eines Totalverlusts ist real.

Dies ist kein theoretisches Szenario. In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Crowdinvesting-Projekte – teils mit bekannten Unternehmen – gescheitert. Anleger gingen dabei komplett leer aus.

Gesetzlicher Risikohinweis mit Bedeutung

Nicht ohne Grund ist auf der Plattform ein deutlicher Risikohinweis zu lesen:

„Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.“

Dieser Satz sollte nicht überlesen oder als bloße Formalität abgetan werden. Anders als bei klassischen Anleihen oder Aktien haben Anleger bei Nachrangdarlehen keine Stimmrechte, keine Sicherheiten, keine Insolvenzquote.

Fazit: Nur für risikobewusste Anleger

Die KONTAX Gruppe präsentiert sich als dynamisches Unternehmen mit durchdachter Strategie in einem zukunftsfähigen Marktsegment. Wer bereit ist, höhere Risiken in Kauf zu nehmen, um an einem potenziellen Wachstum zu partizipieren, kann sich die Kampagne ansehen.

Doch klar ist auch: Diese Beteiligung ist kein Sparkonto, sondern ein Hochrisikoinvestment. Wer investiert, sollte sich bewusst sein, dass auch ein Totalverlust möglich ist – trotz aller Erfolge, Auszeichnungen und ambitionierten Pläne.

Laufzeit: bis 31.12.2030
Zinsen: 7,50 % p.a. fix
Mindestanlage: ab 250 €
Vertragsform: Qualifiziertes Nachrangdarlehen
Investiert bis jetzt: 162.350 €
Zeichnungsfrist endet in: 7 Tagen

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