Nach unserer Berichterstattung über die Bonitätsherabstufung der Energiekonzepte Deutschland GmbH (EKD Solar) durch Creditreform auf den Wert 500 meldeten sich zahlreiche Vertriebspartner des Unternehmens – teils aufgebracht, teils besorgt.
Wir verstehen: Niemand lässt sich gerne das Geschäft stören. Aber es geht hier nicht um „Vertriebsbashing“, sondern um Kundenaufklärung und Transparenz – also genau das, was auch in Verkaufsgesprächen stets betont wird.
📉 Was bedeutet der Creditreform-Wert von 500?
Eine Herabstufung auf 500 ist kein Insolvenzsignal, aber ein klarer Hinweis auf wirtschaftliche Risiken. Genau das sollte ein verantwortungsvoller Berater auch ehrlich ansprechen – gerade wenn es um hohe Investitionen privater Kunden in PV-Anlagen geht.
Denn: Wer jetzt unterschreibt, tut das in einem veränderten Risikoumfeld. Und dieses Umfeld gehört offen auf den Tisch – mit denselben Maßstäben, die man auch von anderen Unternehmen einfordern würde.
🚫 Kein Vertriebsstopp – aber volle Information
Ein Verkaufsverbot fordert niemand. Auch wir nicht. Die EKD Solar kann Stand heute liefern, die Qualität scheint sich laut Kundenbewertungen in Teilen zu verbessern. Gut so!
Aber: Wer in diesem Moment ein Produkt verkauft, ohne auf die veränderte Bonitätssituation hinzuweisen, bewegt sich nah an der Grenze zur Falschberatung – und setzt sich möglichen Haftungsrisiken aus, sollte es später zu Problemen kommen.
💬 Unser Appell an die Vertriebler:
Ihr habt die EKD-Produkte jahrelang mit Überzeugung verkauft. Dann gehört jetzt auch der Mut dazu, die kritische Entwicklung nicht unter den Tisch zu kehren. Wer heute ehrlich und transparent berät, gewinnt langfristig Vertrauen – auch über mögliche Krisen hinaus.
Verkauft – ja. Aber bitte mit dem ganzen Bild. Denn gute Beratung zeigt sich nicht im Sonnenschein, sondern wenn’s mal bewölkt ist.
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