Startseite Allgemeines Kommentar eines Würzburger Kickers-Fans: Antennen ausfahren – Lok kommt mit dem letzten Versuch
Allgemeines

Kommentar eines Würzburger Kickers-Fans: Antennen ausfahren – Lok kommt mit dem letzten Versuch

jorono (CC0), Pixabay
Teilen

Montagabend am Dalle. Ausverkauft. Flutlicht. Und ganz Würzburg weiß:
Jetzt fehlen noch 90 Minuten bis zurück in die 3. Liga.

Aber genau DAS macht die Sache gefährlich.

Denn jeder, der Fußball länger als fünf Minuten verfolgt, weiß:
Ein 1:0 im Hinspiel ist im Rückspiel ungefähr so beruhigend wie ein Regenschirm im Hurrikan.

Ja, wir haben Lok Leipzig in Probstheida weitgehend kontrolliert. Ja, wir hätten das Ding eigentlich höher gewinnen müssen. Und ja – unsere Defensive hat gezeigt, warum wir die beste Abwehr aller Regionalligen stellen.

Aber genau deshalb heißt es jetzt:
Antennen voll ausfahren.

Denn Lok wird alles nach vorne werfen, was noch laufen kann. Die kommen nicht nach Würzburg, um nett mitzuspielen. Die kommen mit der letzten Hoffnung, endlich dieses ewige Aufstiegstrauma zu beenden.

Und genau deshalb darf bei uns jetzt keiner anfangen zu rechnen.

Die Mannschaft von Michael Schiele wirkt zum Glück komplett fokussiert. „Brutal seriös“ hat Daniel Hägele den Auftritt im Hinspiel genannt – und genau das braucht es nochmal. Keine wilden Experimente, keine überdrehten Aktionen, keine „Wir verwalten jetzt mal das Ergebnis“-Mentalität.

Denn sowas endet im Fußball meistens mit einem späten Gegentor und kollektivem Herzstillstand auf den Tribünen.

Was Mut macht:
Diese Mannschaft wirkt stabil.
Ruhig.
Erwachsen.

Hägele und Farahnak haben hinten alles wegverteidigt, was hoch in den Strafraum kam. Torwart Johann Hipper konnte sich fast schon eine Thermoskanne mitbringen.

Und vorne?
Da entwickelt sich Liam Omore langsam zum Sinnbild dieser Mannschaft:
arbeiten, rennen, verteidigen – und dann plötzlich auch noch das entscheidende Tor machen.

Dazu kommen gute Nachrichten aus dem Kader:
Hemmerich läuft inzwischen mit Maske rum wie ein Fußball-Superheld, Zejnullahu trainiert wieder und auch Philipp Ochs dürfte rechtzeitig fit werden.

Kurz gesagt:
Die Voraussetzungen stimmen.

Aber jeder Würzburg-Fan weiß auch:
Aufstiegsspiele sind keine normalen Fußballspiele.
Das sind emotionale Ausnahmezustände mit Ball.

Und deshalb gilt:
Kein Übermut.
Keine Feier vor dem Abpfiff.
Keine Selbstzufriedenheit.

Sondern nochmal 90 Minuten volle Konzentration.

Denn die Chance ist riesig:
Zurück in die 3. Liga.
Zurück auf die große Fußball-Landkarte.

Und ehrlich:
Nach all den Jahren Regionalliga hätte sich Würzburg diesen Abend verdammt nochmal verdient.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Fauler Sack

Travis Scott hat in Istanbul offenbar eine völlig neue Konzertform erfunden: „Premium-Abzocke...

Allgemeines

Wiener Wirtschaftskammer entdeckt plötzlich das Konzept „Nachprüfung“

Jahrelang galt bei Signa-Deals offenbar das Motto: „Wird schon passen.“ Jetzt –...

Allgemeines

KI-Blase auf Steroiden: Anthropic will jetzt auch an die Börse

Die nächste KI-Firma steht bereit, um sich an der Wall Street vergolden...

Allgemeines

Jetzt dreht Amerika völlig durch: Cola mit Sahne wird zum Nationalgetränk

Die USA haben der Welt bereits Fast Food, XXL-Portionen und Käse aus...