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Koffein-Kick mit Nebenwirkungen: Verbraucherzentrale fordert Altersbeschränkung für Energy Drinks

Alexas_Fotos (CC0), Pixabay
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Sie versprechen Energie, Leistung und Konzentration – doch für Kinder und Jugendliche können Energy Drinks zur gesundheitlichen Gefahr werden. Die Verbraucherzentrale Hessen warnt vor übermäßigem Konsum der koffeinreichen Trendgetränke und fordert klare Konsequenzen: ein Verkaufsverbot an Minderjährige sowie deutlichere Warnhinweise auf den Verpackungen.

Süß, bunt, riskant
Ob in der Schule, beim Sport oder auf Partys – Energy Drinks sind bei jungen Menschen beliebt. Kein Wunder: Die grellen Dosen, der süße Geschmack und die vielen Sorten wirken wie ein Magnet. Doch der Mix aus Zucker und Koffein hat es in sich. Eine 500-ml-Dose enthält oft bis zu 160 Milligramm Koffein und rund 20 Stück Würfelzucker – für Kinder und Jugendliche weit über der empfohlenen Höchstmenge.

„Viele wissen gar nicht, wie viel Koffein sie da konsumieren“, warnt Lisa Scholz von der Verbraucherzentrale Hessen. „Besonders tückisch ist, dass die süßen Aromen den bitteren Koffeingeschmack überdecken – das animiert zum Weitertrinken.“

Gesundheitsgefahr durch Überkonsum
Koffein kann bei übermäßigem Konsum zu Schlafproblemen, Nervosität, Herzrasen und Bluthochdruck führen – insbesondere bei jungen Menschen oder solchen mit unerkannten Vorerkrankungen. Kritisch wird es auch in Kombination mit Alkohol oder körperlicher Belastung, etwa beim Feiern oder Sport.

Koffein versteckt sich nicht nur im Drink
Verbraucher:innen müssen wachsam sein: Koffein steckt mittlerweile nicht nur in Getränken, sondern auch in Süßwaren wie Kaugummis, Riegeln oder Keksen. Oft wird es nur im Kleingedruckten auf der Rückseite erwähnt – für Kinder kaum erkennbar.

Klare Forderungen zum Schutz der Jugend
Die Verbraucherzentrale Hessen plädiert für ein Verkaufsverbot von Energy Drinks mit mehr als 150 Milligramm Koffein je Liter an Minderjährige – wie es bereits in Ländern wie Polen, Litauen oder Rumänien gilt. Außerdem sollen Warnhinweise nicht nur deutlich größer und auf der Vorderseite sichtbar platziert sein, sondern auch auf Risiken im Zusammenhang mit Sport und Alkohol hinweisen.

Mehr Aufklärung dringend nötig
Neben politischen Maßnahmen setzt die Verbraucherzentrale auf Bildung: Mit Workshops und Unterrichtsmaterialien will sie Schüler:innen für die Risiken von Trendgetränken sensibilisieren.

Weitere Informationen
Unter dem Motto „Energy Drinks unter der Lupe“ bietet die Verbraucherzentrale Hessen zahlreiche Informationen und Bildungsmaterialien – etwa zu den Themen Zuckergehalt, Koffeinwirkung und Marketingstrategien.

 

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