Umwelt

Klimaschutz

BarneyElo (CC0), Pixabay
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Das Verbändebündnis unter Beteiligung des vzbv fordert in einem Positionspapier Sofortmaßnahmen zur Entlastung von einkommensarmen Haushalten und mehr Klimaschutz im Gebäudesektor.

Die Verbände beobachten mit Sorge, dass die Energiekostenkrise ungebremst bei den privaten Haushalten ankommt, so haben zahlreiche Grundversorger ihre Preise zum Jahreswechsel erhöht: Bei Strom um durchschnittlich 60 Prozent bzw. 985 Euro pro Jahr und bei Gas um durchschnittlich 76 Prozent bzw. 1.147 Euro pro Jahr. Mit Priorität muss nun auch die Senkung des Energiebedarfs der Wohngebäude und die Beschleunigung der Wärmewende in Angriff genommen werden, um so die Verbraucher:innen langfristig vor hohen Belastungen durch steigende Energiekosten zu schützen.

Die neue Bundesregierung muss jetzt schnell und angemessen handeln, weil die Belastungsgrenze vieler Haushalte bereits überschritten ist. So ist der geplante Heizkostenzuschuss für Wohngeldempfänger zu niedrig und soll erst im Sommer kommen.

„Neben Sofortmaßnahmen, wie dem Aussetzen von Strom- und Gassperren, müssen der Energieverbrauch im Gebäudesektor und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zur Wärmeerzeugung reduziert werden. Der Anteil erneuerbarer Energien im Wärmesektor ist mit 15 Prozent viel zu niedrig“, sagt Thomas Engelke, Leiter Team Energie und Bauen beim Verbraucherzentrale Bundesverband.

Nach dem Förderstopp im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), muss kurzfristig ein neues Förderprogramm mit Fokus auf die zielkompatible, energetische Modernisierung von Bestandsgebäuden aufgesetzt werden. Zusätzlich bedarf es weiterer ambitionierter Klimaschutzmaßnahmen wie einem Sofortprogramm zum Ausbau erneuerbarer Wärme oder der Einführung von Mindest-Effizienzstandards für den Gebäudebestand.

Das Verbändebündnis fordert die Bunderegierung zusätzlich zu Maßnahmen auf, die zielgerichtet die Geldbeutel der einkommensarmen Haushalte entlasten. Dazu gehören z. B. die Senkung des Strompreises für private Haushalte und die Entlastung der Mieter:innen beim CO2-Preis. Zudem ist die Mehrzahl der Öl- und Gasheizungen veraltet und der Sanierungsstau im Gebäudesektor enorm.

 

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