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Kleinanzeigen-Betrug: Wenn der Käufer plötzlich mehr will als deine alte Kaffeemaschine

Neattrends (CC0), Pixabay
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Second-Hand-Plattformen sind eigentlich ein Paradies für Schnäppchenjäger und Entrümpler. Hier findet Omas Porzellan ein neues Zuhause, und das ungeliebte Rudergerät landet endlich da, wo es hingehört: beim Nächsten, der es unterschätzt. Doch Vorsicht – zwischen den echten Kaufinteressierten lauert eine Spezies, die keine Kommode, sondern deine Kontodaten will: der Phishing-Käufer.

Betrug auf Kleinanzeigen: Jetzt auch in „freundlich“ und mit Link!

Bisher dachten viele: „Betrug bei Kleinanzeigen? Klar, da verschickt der Verkäufer halt nix!“ Doch falsch gedacht – jetzt sind die angeblichen Käufer dran mit digitalem Trickbetrug in höflichem Ton.

Die neueste Masche klingt sogar professionell: Der „Käufer“ bietet dir an, sicher über die Plattform zu zahlen, mit dem „Käuferschutz“, von dem du mal am Rande gelesen hast. Klingt gut? Leider ist das ungefähr so echt wie ein Rolex-Stand auf dem Flohmarkt um 23 Uhr.

Der Klassiker in neuem Gewand: Vertrauen ist gut – Phishing ist besser (für die Betrüger)

Was dann folgt, ist die elegante Schleusung auf eine täuschend echte Fake-Webseite. Die sieht aus wie Kleinanzeigen.de oder Vinted.de – nur eben mit einem kleinen Extra: Wenn du dort deine Konto- oder Kreditkartendaten eingibst, verschwindet dein Geld schneller als ein iPhone für 50 Euro.

Die Seite fragt angeblich nach deinen Daten, damit du das Geld ausgezahlt bekommst – eine clevere Verdrehung der Realität. Denn hier gilt: Verkäufer bekommen Geld. Punkt. Und sie geben keines! Wer also plötzlich irgendwas „bestätigen“ oder „freischalten“ soll, ist nicht auf dem Weg zum Geldsegen, sondern zum Abbuchungs-Albtraum.

Profi-Tipp der Verbraucherzentrale: Lass dich nicht von einem QR-Code aus dem Chat ins Verderben scannen

Die Verbraucherzentrale Hessen warnt: Wer sich vom offiziellen Chat weglocken lässt, gibt den Betrügern quasi die Haustürschlüssel zum Onlinebanking.

Daher:

  • Niemals die Plattform verlassen. Niemals.

  • Keine Telefonnummer, E-Mail oder IBAN per Chat weitergeben.

  • Keine mysteriösen Links oder QR-Codes anklicken, egal wie charmant der „Käufer“ auch schreibt.

  • Und wenn jemand vorschlägt, das Gespräch auf WhatsApp zu verlagern: Blockieren, löschen, Espresso trinken.

Fazit: Wer verkauft, kriegt Geld. Wer bezahlt, ist der Dumme (also Vorsicht!)

Wenn dir jemand eine sichere Bezahlmethode vorschlägt, die plötzlich unsicher wirkt, dann ist sie das wahrscheinlich auch. Und wenn eine Tüte Bargeld auftaucht – dann hast du es wahrscheinlich mit einem Mafiafilm zu tun, nicht mit einem legitimen Deal.


Pro-Tipp zum Schluss:
Vertraue bei Kleinanzeigen niemals jemandem, der zu nett ist, zu schnell zahlen will und „ganz dringend“ dein Konto „nur kurz verifizieren“ möchte. Sonst bist du schneller ausgeraubt als dein Sperrmüll abgeholt wird.

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