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KitKat-Club bestätigt mutmaßliche Vergewaltigung – Betreiber kündigen strengere Schutzmaßnahmen an

HOCKULUS (CC0), Pixabay
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Der bekannte Berliner KitKat-Club hat erstmals öffentlich bestätigt, dass es während einer Party im September 2024 zu einer mutmaßlichen Vergewaltigung gekommen ist. In einem Beitrag auf Instagram bezogen sich die Betreiber auf einen Bericht der taz, in dem der Vorfall publik geworden war.

Der Vorfall im September

Nach Angaben des Clubs hatte die betroffene Frau damals selbst den diensthabenden Nacht-Manager aufgesucht und ihm geschildert, dass sie Opfer einer Vergewaltigung geworden sei. Dieser habe sofort reagiert und die Polizei alarmiert. Weitere Details zum Ablauf oder zum Verdächtigen wurden nicht bekannt gegeben, da die Ermittlungen bei den Behörden liegen.

Reaktionen und Kritik

Die Enthüllung sorgt nun für große Diskussionen – sowohl innerhalb der Berliner Clubszene als auch in der Öffentlichkeit. Immer wieder wird kritisiert, dass es in Clubs mit offener und freizügiger Atmosphäre zu Grenzverletzungen und Übergriffen kommen könne, ohne dass Betroffene ausreichend Unterstützung finden. Opferverbände hatten in der Vergangenheit gefordert, dass Clubs mehr Verantwortung übernehmen und klare Schutzkonzepte entwickeln.

Neue Maßnahmen im KitKat-Club

Die Betreiber erklärten nun, man habe den Vorfall sehr ernst genommen und ziehe konkrete Konsequenzen:

  • Awareness-Teams: Künftig sollen speziell geschulte Helferinnen und Helfer deutlich sichtbarer auf den Partys unterwegs sein. Sie sollen Gäste ansprechen, in kritischen Situationen vermitteln und im Notfall sofort Hilfe organisieren.

  • Bessere Abläufe im Notfall: Die internen Strukturen für den Umgang mit Übergriffen sollen überprüft und verbessert werden. Dazu gehört, dass Mitarbeiter noch gezielter geschult werden, um schnell und sensibel reagieren zu können.

  • Stärkere Prävention: Nach Angaben des Clubs soll Gästen noch deutlicher vermittelt werden, dass Grenzverletzungen nicht geduldet werden und ein respektvolles Miteinander oberste Priorität hat.

Symbolträchtiger Ort

Der KitKat-Club ist einer der bekanntesten Techno- und Fetisch-Clubs der Hauptstadt. Er steht seit seiner Gründung in den 1990er Jahren für eine besonders liberale Feierkultur und zieht regelmäßig internationales Publikum an. Gerade diese Mischung aus Offenheit, Freizügigkeit und Anonymität macht den Club für viele attraktiv – birgt aber nach Ansicht von Kritikern auch Risiken, wenn es um den Schutz vor Übergriffen geht.

Offene Fragen

Unklar bleibt, wie die Ermittlungen der Polizei weiter verlaufen und ob es zu einer Anklage kommt. Klar ist jedoch: Der Vorfall dürfte die Debatte über Sicherheit und Prävention in der Berliner Clubszene weiter anheizen. Auch andere Clubs werden sich wohl verstärkt mit Schutzkonzepten auseinandersetzen müssen.

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