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„KI! EUch werd ich regulieren!“ Ein Bericht aus dem Regelwald Brüssel

andrewslockwood50 (CC0), Pixabay
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Seit Samstag gilt für KI-Entwickler in Europa: Wer noch nicht völlig durchgedreht ist, hat die Regeln nicht gelesen.

Denn die EU hat wieder zugeschlagen – mit einem Gesetz, das künstlicher Intelligenz beibringen soll, wie menschliche Bürokratie wirklich funktioniert: langsam, kryptisch und mit mindestens drei Fußnoten pro Absatz.

General Purpose AI – also die digitalen Tausendsassas wie ChatGPT, Gemini & Co – müssen ab sofort alles offenlegen:
Wie funktioniert ihr?
Womit wurdet ihr trainiert?
Wurde heimlich Wikipedia ausgesaugt?
Hat jemand bei der Lyrik von Goethe geschummelt?

Am liebsten hätte die EU, man würde auch noch dazuschreiben, ob der Server in der Mittagspause Fleisch oder vegetarisch bevorzugt.

„Transparenz!“, ruft Brüssel.
Und die KI so: „Sorry, aber wir haben nur gelernt, Probleme zu lösen – nicht, euch eure eigenen Regeln zu erklären.“

Natürlich geht’s – wie immer – auch ums Urheberrecht. Die KI-Anbieter sollen in Zukunft auf Knopfdruck verraten, welche Websites sie wie oft gegoogelt und wie viele PDFs sie mit schlechtem Layout verschlungen haben.
Und für Autoren und Künstler gibt’s jetzt endlich… eine Kontaktstelle!
(Das ist wie ein Wunschbriefkasten. Nur ohne Wünsche. Und ohne Antworten.)

Aber wehe, die Anbieter halten sich nicht dran:
Dann drohen Strafen!
Bis zu 15 Millionen Euro – oder drei Prozent vom weltweiten Jahresumsatz.
Also ungefähr der Betrag, den OpenAI mit einem schlecht getimten Prompt an einem Dienstagnachmittag verdient.

Meta hat den Verhaltenskodex übrigens nicht unterschrieben – vielleicht, weil man dort glaubt, Datenschutz sei ein Rezept für französischen Frischkäse.

Und während Google, OpenAI und Co brav sagen:
„Klar, wir tun unser Bestes!“,
schreibt Amazon eine Studie, in der drinsteht:
„Wir verstehen das Gesetz selbst mit KI nicht.“
Das klingt dann fast wie eine Bewerbung für das neue EU-Parlament.

Bosch-Chef Hartung schimpft, Europa verliere den Anschluss.
SAP hat Schweißperlen auf dem Server.
Und selbst der schwedische Premierminister winkt ab und sagt:
„Was soll das alles? Das ist doch verwirrender als Ikea-Anleitungen in Finnisch!“

Aber EU-Kommissarin Henna Virkkunen bleibt tapfer:
„Der AI Act ist innovationsfreundlich!“, sagt sie –
und klingt dabei wie jemand, der ein Haus abbrennt, um die Heizung zu sparen.


Fazit:

Die KI soll bald wissen, woher jedes Komma kommt.
Nur die EU weiß nicht so genau, was sie eigentlich will:
Innovation, Kontrolle oder ein neues Kapitel in ihrem Lieblingsgenre – der Regulierungskomödie.

 

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