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Karstadt Leipzig:Ver.di und der Leipziger Oberbürgermeister- seit Monaten wie ein Nasenbär durch den Ring gezogen?

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Eigentlich sollten wir es hier mit Menschen zu tun haben, denen man eine gewisse Intelligenz zutrauen darf. Menschen, die eigentlich auch entsprechendes Hintergrundwissen haben sollten bzw. sich einholen sollten, bevor man sich für eine Sache dann so vehement einsetzt. Hier hat man allerdings das Gefühl, das sowohl ver.di Sachsen als auch der Leipziger Oberbürgermeister wie ein „Nasenbär durch die Manege gezogen wurden“.

Es geht um die Mietvertragsverlängerung, die bei Karstadt Leipzig ab 2019 anstehen sollte, und wo der „böse Miethai“ 68% mehr an Miete ab der Verlängerung eingefordert hatte. Eine Empörung, auch geschürt durch die Leipziger Volkszeitung, ging durch die Medien. Da hatte dann der Leipziger Oberbürgermeister wohl gar keine echte Chance, sich aus diesem Vorgang herauszuhalten. Hätte man bei ver.di und im Büro des Leipziger Oberbürgermeisters einmal richtig nach den möglichen Hintergründen recherchiert, dann wäre vermutlich erst einmal herausgekommen, dass selbst nach der Mieterhöhung nur eine ortsübliche Miete von Karstadt hätte gezahlt werden müssen.

Die seitherigen Mietkonditionen waren auch dem Zugeständnis des Vermieters in der wirtschaftlich kritischen Situation von Karstadt vor einigen Jahren geschuldet. Das kam leider in keinem Bericht vor, den die LVZ veröffentlicht hat. Schlimmer aber ist sicherlich, dass man nicht erkannt hat, dass Karstadt Leipzig möglicherweise gar kein Interesse an einer Mietvertragsverlängerung gehabt haben könnte, denn im Hintergrund liefen seit Monaten Gespräche für einen Zusammenschluss zwischen Kaufhof und Karstadt.

Das war zumindest der LVZ aus unserer Sicht bekannt. Auch darüber hat man in diesem Zusammenhang nichts gelesen. Unglaublich, diese Informationspolitik gegenüber der Öffentlichkeit der LVZ in diesem Zusammenhang. Verstanden haben wir auch nicht, wie sich der Leipziger Oberbürgermeister hier zum Handeln hatte drängen lassen.

Mit Verlaub Herr Oberbürgermeister, halten Sie sich aus solchen Verhandlungen heraus. Das ist nicht ihr Job. Kümmern sie sich um Dinge, die wirklich wichtig sind in Leipzig. Kindergartenplätze, ordentliche Schulen usw. Mietvertragsverhandlungen von gewerblichen Mietern gehören sicherlich nicht dazu.

Die traurigste Figur in diesem Spiel hat allerdings die Gewerkschaft ver.di abgegeben. So dumm wie die bei ver.di verantwortlichen Personen mit Karstadt Leipzig kann man eigentlich gar nicht sein. Ver.di hat von Beginn an den „bösen Miethai“ für alles in die Verantwortung genommen und den eigentlichen „Täter“ geschützt. Warum eigentlich?

Das sollten die Damen und Herren von ver.di den Mitarbeitern von Karstadt einmal erklären. Nun sollte dann mittlerweile auch dem Letzten klar sein, wie dumm sich ver.di und der OB verhalten haben, denn Karstadt Leipzig hätte vermutlich gar kein Interesse an einer Verlängerung des Mietvertrages gehabt, denn mittlerweile gab es die Entscheidung zur Deutschen Warenhaus AG. Damit ist der Karstadt Leipzig-Standort überflüssig geworden. Die Leipziger Volkszeitung sollte sich für ihre undifferenzierte Berichterstattung einfach nur in die Ecke stellen und schämen.

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