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Karen Attiah: Washington Post feuert Kolumnistin nach Posts zu Charlie Kirk

PaliGraficas (CC0), Pixabay
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Die langjährige Kolumnistin der Washington Post, Karen Attiah, gab am Montag bekannt, dass sie nach einer Reihe von Social-Media-Beiträgen über den getöteten konservativen Aktivisten Charlie Kirk entlassen wurde.

In einem auf Substack veröffentlichten Beitrag erklärte Attiah, dass sie „zum Schweigen gebracht“ werde, nachdem sie sich in mehreren Posts kritisch zu Waffengesetzen und Rassismus geäußert hatte – kurz nach Kirks Ermordung am 10. September.

„Als Kolumnistin habe ich meine Stimme eingesetzt, um Freiheit und Demokratie zu verteidigen, Macht zu hinterfragen und Kultur sowie Politik ehrlich zu reflektieren. Nun werde ich selbst zum Schweigen gebracht – weil ich meinen Job gemacht habe,“ schrieb sie.

Worum geht es?

Attiah erklärte, dass sie Charlie Kirk lediglich in einem einzigen Post auf der Plattform Bluesky erwähnt habe. In dem Beitrag teilte sie einen Screenshot eines Zitats, in dem Kirk sagte, dass mehrere prominente schwarze Frauen – darunter Michelle Obama„nicht über die kognitive Kapazität verfügten, um ernst genommen zu werden“ und deshalb „einem Weißen den Platz hätten stehlen müssen.“

Reaktionen und Kritik

Die Washington Post lehnte auf Anfrage von USA TODAY eine Stellungnahme ab und verwies darauf, dass man sich nicht zu Personalangelegenheiten äußere.

Unterstützung erhielt Attiah hingegen von der Washington Post Guild, der Gewerkschaft der Redaktionsmitarbeiter. Diese bezeichnete die Kündigung als unrechtmäßig:

„Die Washington Post hat Karen Attiah zu Unrecht aufgrund ihrer Social-Media-Posts entlassen. Wir stehen solidarisch mit ihr,“ erklärte die Guild in einer Stellungnahme.

Attiah arbeitete laut ihrem Profil seit 2014 für die Zeitung und war international für ihre Meinungsbeiträge bekannt. Sie hatte unter anderem über Menschenrechte, Rassismus und globale Politik geschrieben.

Ein Fall mit Signalwirkung

Der Fall wirft grundlegende Fragen über die Redefreiheit von Journalist:innen, die Grenzen der Meinungsäußerung in sozialen Netzwerken sowie die Verantwortung von Medienhäusern im Umgang mit interner Kritik auf.

Ob Attiah rechtliche Schritte gegen die Washington Post einleiten wird, ist bislang nicht bekannt.

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