Die kanadische Wirtschaft hat in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 mehr als 100.000 Vollzeitstellen verloren. Damit gerät die Regierung von Premierminister Mark Carney zunehmend unter Druck, die Wirtschaft vor den Folgen neuer US-Zölle zu schützen.
Nach den neuesten Arbeitsmarktdaten stieg die Arbeitslosenquote im Februar auf 6,7 Prozent. Damit liegt Kanada unter den wohlhabenden G7-Staaten derzeit auf dem zweithöchsten Niveau – nur Frankreich weist eine höhere Quote auf.
Besonders der Februar brachte einen deutlichen Rückgang der Beschäftigung. Laut Statistik handelt es sich um den größten Arbeitsplatzverlust seit der Covid-19-Pandemie. Ein großer Teil des Beschäftigungswachstums aus dem vergangenen Jahr wurde damit wieder zunichtegemacht.
Am stärksten betroffen war der Groß- und Einzelhandel, in dem viele Arbeitsplätze wegfielen.
Premierminister Carney erklärte, dass die wirtschaftlichen Veränderungen vor allem mit den Handelsmaßnahmen der USA gegen Kanada zusammenhängen. Diese würden derzeit zu „erheblichen Anpassungen in der kanadischen Wirtschaft“ führen.
Gleichzeitig betonte er, dass die Löhne insgesamt gestiegen seien und die Arbeitslosenquote immer noch leicht unter dem Niveau liege, das bei seinem Amtsantritt im März 2025 verzeichnet wurde.
Mehrere Ökonomen bezeichneten die neuen Zahlen als besorgniserregend. Die oppositionelle Konservative Partei sprach sogar von „sehr schlechten Nachrichten“ für die Wirtschaft.
Oppositionsführer Pierre Poilievre machte die Regierung teilweise für die schwächere wirtschaftliche Entwicklung verantwortlich. Zwar hätten viele Länder mit globalen Problemen und US-Zöllen zu kämpfen, sagte er, doch Kanada verzeichne im Vergleich zu anderen Staaten eine besonders schwache Entwicklung.
Seit seinem Amtsantritt hat US-Präsident Donald Trump Zölle auf mehrere zentrale kanadische Industriezweige verhängt, darunter Automobile, Stahl und Aluminium. Diese Maßnahmen haben bereits zu tausenden Arbeitsplatzverlusten geführt.
Zusätzlich hat die US-Regierung einen globalen Zoll von zehn Prozent auf viele Waren eingeführt. Ein Teil der kanadischen Exporte ist zwar durch das nordamerikanische Handelsabkommen USMCA geschützt, doch dessen Zukunft ist derzeit ungewiss.
Das Abkommen wird in diesem Jahr turnusmäßig überprüft, und Trump hat bereits angedeutet, dass er es möglicherweise kündigen oder neu verhandeln möchte.
Die wirtschaftliche Unsicherheit trifft Kanada besonders stark, da die USA der mit Abstand wichtigste Handelspartner des Landes sind. Rund drei Viertel aller kanadischen Exporte gingen bisher in die Vereinigten Staaten, auch wenn dieser Anteil zuletzt auf etwa 67 Prozent gesunken ist.
Ökonomen warnen deshalb, dass die anhaltenden Handelskonflikte und die unklare Zukunft des Handelsabkommens den Arbeitsmarkt und das Wirtschaftswachstum in Kanada weiterhin belasten könnten.
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