Ex-Vizepräsidentin Kamala Harris hat mit scharfen Worten auf die Anklage gegen den früheren FBI-Direktor James Comey reagiert. In einem CNN-Interview am Freitag, während ihrer aktuellen Buchtour, zeigte sie sich fassungslos über das Vorgehen des Justizministeriums unter Präsident Donald Trump.
„Es ist frustrierend, aber noch mehr: Es ist schmerzhaft zu sehen“, sagte Harris. Und weiter: „Was da mit Comey passiert: Are you fucking kidding me? Das Justizministerium der Vereinigten Staaten?“
„Trump verfolgt politische Gegner“
Harris, selbst langjährige Staatsanwältin und ehemalige Justizministerin von Kalifornien, betonte, dass sie bereits im Wahlkampf vor einer solchen Entwicklung gewarnt habe. „Er hat es gesagt, und wir wussten, dass er es tun würde. Aber es ist jeden Tag unablässig.“
Die Anklage gegen Comey folgte, nachdem Trump öffentlich Druck auf Justizministerin Pam Bondi ausgeübt und den zuständigen US-Staatsanwalt im betroffenen Bezirk ausgetauscht hatte. Beobachter sehen darin ein gezieltes Vorgehen gegen einen alten politischen Gegner.
Klarer Hinweis an die Justiz
Harris verwies auch auf einen Truth-Social-Beitrag Trumps, der an „Pam“ gerichtet war – mutmaßlich Bondi –, in dem er explizit eine Anklage forderte. Für Harris ist die Botschaft eindeutig: Trump habe die Justiz instrumentalisiert, um persönliche Rachepläne umzusetzen.
Auf die Frage, ob die Anklage gegen Comey einen „Rubikon“ markiere, antwortete Harris knapp: „Ich weiß nicht. Definieren Sie Rubikon.“
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