Obwohl noch drei Jahre bis zur nächsten US-Präsidentschaftswahl verbleiben, formiert sich bereits jetzt ein großes und ideologisch uneinheitliches Feld potenzieller demokratischer Kandidat:innen – darunter auch die ehemalige Vizepräsidentin Kamala Harris. Sie hat eine Kandidatur für das Amt der Gouverneurin von Kalifornien ausgeschlossen und stattdessen eine Rückkehr in den Präsidentschaftswahlkampf offen gelassen.
Harris veröffentlichte zudem ein neues Buch mit dem Titel „107 Days“, das ihre Kampagne 2024 thematisiert. In jener Wahl unterlag sie Donald Trump knapp im landesweiten Ergebnis (48,3 % zu 49,8 %) – im Electoral College fiel die Niederlage deutlicher aus (312 zu 226 Stimmen).
Zerstreutes demokratisches Bewerberfeld
Die Demokratische Partei hat momentan weder einen Präsidentschaftskandidaten noch einen klaren Anführer. Das Bewerberfeld ist politisch uneinheitlich – von linken Demokratischen Sozialisten bis zu moderaten Zentristen – und weist keine gemeinsame Strategie gegen den weiterhin dominanten Trump auf.
Zu den genannten potenziellen Kandidat:innen zählen neben Harris u. a.:
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Verkehrsminister Pete Buttigieg
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Gouverneure wie Gavin Newsom (Kalifornien), Wes Moore (Maryland) oder Josh Shapiro (Pennsylvania)
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Senator:innen wie Cory Booker und Chris Murphy
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Abgeordnete wie Alexandria Ocasio-Cortez und Ro Khanna
Demokraten im Umfragetief
Aktuellen Umfragen zufolge liegt die Zustimmung zur Demokratischen Partei bei nur 33 % – ein Tiefstand der letzten 30 Jahre. In Kontrast dazu ist die Republikanische Partei durch Donald Trump eindeutig geprägt und konsolidiert.
Biden-Erbe als Belastung
Ein weiterer Stolperstein für Harris ist ihr enges Verhältnis zu Joe Biden. Als dessen Vizepräsidentin steht sie mit in der Kritik über sein späte Rückzug von einer erneuten Kandidatur – begleitet von Fragen zur geistigen Fitness des Präsidenten. Dieser Hintergrund erschwert es ihr, sich als unabhängige Kraft neu zu positionieren.
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