Joe Rogan, Moderator des beliebtesten Podcasts der USA, hat in einer neuen Folge seiner Show erneut scharfe Kritik an der Trump-Regierung geäußert – diesmal wegen des Umgangs mit dem Fall Jeffrey Epstein. Obwohl Rogan im letzten Wahlkampf Trump unterstützt hatte, wirft er dessen Regierung nun vor, wichtige Informationen zurückzuhalten.
In der jüngsten Episode des „Joe Rogan Experience“ wurde Epsteins Name über 40 Mal erwähnt. Rogan sprach unter anderem mit dem ehemaligen CIA-Offizier Mike Baker über fehlende Transparenz in Bezug auf Epsteins Tod im Jahr 2019, den ein Gerichtsmediziner damals offiziell als Suizid eingestuft hatte.
Rogan kritisierte das FBI und Justizministerium dafür, dass in einem kürzlich veröffentlichten Video eine Minute fehle – was in seinen Augen die Glaubwürdigkeit der Behörden untergräbt. „Denken die, wir sind Babys?“, fragte Rogan provokant.
Baker forderte eine vollständige Veröffentlichung aller Epstein-bezogenen Akten, eine Forderung, die auch in rechten Medien zunehmend lauter wird. Gleichzeitig kritisierte er Justizministerin Pam Bondi, die zunächst Enthüllungen angedeutet, dann aber keine weiteren Details genannt hatte.
Rogan und Baker waren sich einig: Das Thema Epstein werde von Politikern sowohl der Republikaner als auch der Demokraten genutzt, um Aufmerksamkeit zu erzeugen – mit dem Effekt, dass sich nun auch deren Anhängerschaften parteiübergreifend „betrogen“ fühlen.
Besonders brisant: Die andauernde Kritik kommt nicht mehr nur von Trumps politischen Gegnern, sondern aus dem eigenen Lager – darunter populäre Persönlichkeiten wie Rogan, Dan Bongino oder Kash Patel, der zuletzt von einem geheimen FBI-Tresor voller „dunkler Geheimnisse“ sprach.
Der Fall Epstein wird so zunehmend zu einem politischen Minenfeld – auch für Trump selbst. Was einst als Thema für Verschwörungstheoretiker galt, hat sich zu einer echten Vertrauenskrise innerhalb der konservativen Medienlandschaft entwickelt.
Kommentar hinterlassen