Nach seiner Weihnachtspause meldete sich US-Talkmaster Jimmy Kimmel am 5. Januar mit einer bissigen Monolog-Rückschau zurück – und hatte dabei vor allem Donald Trump im Visier.
Anlass für Kimmels Spott war die TV-Übertragung der Kennedy Center Honors, die Trump im Dezember moderiert hatte. Laut Branchenmedien wie Variety und Deadline schalteten nur rund 3 Millionen Zuschauer ein – ein Rekordtief für die traditionsreiche Preisverleihung. Kimmel erinnerte daran, dass Trump zuvor angekündigt hatte, er würde nicht Präsident sein wollen, wenn er „nicht besser als Jimmy Kimmel“ sei. Kimmels ironische Reaktion: „Ein Deal ist ein Deal – also ab zurück nach Mar-a-Lago.“
Doch Kimmel beließ es nicht bei den TV-Quoten. Auch die plötzliche Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA kommentierte er sarkastisch. Die Aktion sei ein klarer Ablenkungsversuch von den brisanten neuen Epstein-Dokumenten, so der Comedian: „Wenn du dich fragst, wie schlimm diese Epstein-Akten für Trump sind – offenbar so schlimm, dass er Venezuela angreifen muss.“
Maduro, der von Trump als Kopf eines internationalen Drogenkartells bezeichnet wurde, wurde in den USA wegen Drogenhandel, Waffendelikten und Terrorismus angeklagt. Er bestreitet die Vorwürfe.
Auch andere US-Late-Night-Stars stimmten in die Kritik ein:
- Stephen Colbert zog eine direkte Verbindung zwischen der Festnahme Maduros und den Epstein-Enthüllungen: „Die Akten müssen wahnsinnig sein.“
- Jimmy Fallon witzelte, Trumps Neujahrsvorsatz sei offenbar gewesen, „alle von den Epstein-Dokumenten abzulenken.“
- Seth Meyers nannte Trumps Vorgehen heuchlerisch und zeigte frühere Clips, in denen sich Trump gegen „Regimewechsel“ aussprach. Meyers: „Wer dachte ernsthaft, dieser impulsive Mann sei plötzlich pazifistisch eingestellt?“
Die Rückkehr der Late-Night-Shows unterstreicht, wie sehr sich das politische Geschehen in den USA weiterhin auf die Satirebühnen auswirkt – und wie bereit die Hosts sind, sich erneut mit dem Ex-Präsidenten anzulegen.
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