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Jakarta verbietet Hunde- und Katzenfleisch – strenge Regeln sollen Tollwut eindämmen

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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In Jakarta tritt ein umfassendes Verbot für den Verkauf und Verzehr von Hunde- und Katzenfleisch in Kraft. Die indonesische Hauptstadt reagiert damit auf die weiterhin ernste Tollwutlage im Land. Wie Gouverneur Pramono Anung am Dienstag erklärte, sei das neue Gesetz ein notwendiger Schritt, um die öffentliche Gesundheit besser zu schützen.

🦠 Tollwut bleibt tödliche Gefahr in Indonesien

Indonesien kämpft seit Jahren mit der Verbreitung von Tollwut. Jedes Jahr sterben Dutzende Menschen an der Krankheit, viele weitere müssen aufwendig medizinisch behandelt werden. Hunde und Katzen gehören zu den wichtigsten Überträgern – besonders in dicht besiedelten Regionen wie Jakarta, wo Straßen- und Haustiere eng mit der Bevölkerung zusammenleben.

Pramono hatte schon vor einem Monat angekündigt, den umstrittenen Handel mit Fleisch von Hunden, Katzen und Fledermäusen beenden zu wollen. Fledermäuse gelten zudem als Träger weiterer gefährlicher Viren.

📜 Das Verbot: deutlich weiter gefasst als frühere Regeln

Das neue Gesetz untersagt nicht nur den Verkauf und Verzehr von Hunde- und Katzenfleisch. Es umfasst sämtliche Tätigkeiten, die auf die Nutzung dieser Tiere als Lebensmittel abzielen.
Dazu zählen:

  • das Schlachten der Tiere

  • das Lagern und Transportieren

  • die Verarbeitung zu Speisen

  • der Handel, ob offen oder verdeckt

  • und selbstverständlich der Konsum

Der Gesetzestext spricht ausdrücklich von Aktivitäten, die den „Verzehr von Tollwut-Trägertieren“ ermöglichen oder fördern.

🌏 Gesellschaftlicher Wandel und Gesundheitsfragen

In Indonesien wird Hunde- und Katzenfleisch nur in Teilen des Landes traditionell konsumiert. Dennoch sorgt das Thema regelmäßig für nationale und internationale Kritik, vor allem von Tierschutzorganisationen. Jakartas Entscheidung gilt daher nicht nur als gesundheitspolitisches Signal, sondern auch als Schritt in Richtung modernerer Tier- und Verbraucherschutzstandards.

Ob das Verbot konsequent kontrolliert wird, bleibt abzuwarten. Beobachter erwarten, dass sich ein Schwarzmarkt bilden könnte – wie in anderen Regionen, in denen ähnliche Verbote eingeführt wurden.

🛑 Ein klares Zeichen der Hauptstadt

Mit dem Verbot setzt Jakarta ein deutliches Zeichen: Der Schutz der Bevölkerung vor Tollwut hat Vorrang, selbst wenn dafür ein jahrzehntealter, aber inzwischen stark umstrittener Fleischhandel vollständig untersagt werden muss.

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